SingaPUR – Komm mit mir ins Abenteuerland…

Was ich nicht bedacht hatte, war, dass der Flug von Colombo nach Singapur nur vier Stunden dauerte. Aufgrund der Zeiten auf dem Ticket war ich von sieben oder acht Stunden ausgegangen… bis mir klar wurde, dass wir natürlich einen Zeitunterschied haben würden, was die tatsächliche Flugdauer drastisch verkürzte. Und so verkürzte sich die Zeit, die ich zum Schlafen eingeplant hatte, auf … nun ja, plus / minus null.

Der Flug an und für sich war jedoch angenehm, es gab etwas zu essen und das on board entertainmentüberzeugte. Schade, dass wir das nur so kurz genießen konnten.

Der Flughafen in Singapur beeindruckte unsere schlafentzogenen Gehirne jedoch mit einer automatischen Grenzkontrolle und einer Gepäckausgabe, die so gut funktionierte, dass wir innerhalb von fünfzehn Minuten (nach Ausstieg aus dem Flugzeug) unser Gepäck hatten.

Und was war das Erste, was wir brauchten?

Natürlich – Kaffee!

Und so suchten wir uns ein Café im Flughafen, wo wir erstmal verschnauften und einen (naja, also nicht so besonders leckeren) Kaffee zu uns nahmen. Die im Voraus gekaufte eSIM (3 GB für ungefähr 7 Euro) funktionierte auch problemlos.

Ich merkte den Schlafentzug vorwiegend daran, dass ich mich über Videos, die zwar lustig, aber nicht SO lustig waren, so sehr beömmelte, dass ich Tränen lachte und mich kaum beruhigen konnte. Ihr könnt euch vorstellen, was für eine angenehme Gesprächspartnerin ich in diesem Moment war…

Dank Grab (einer App wie Uber) waren wir dann auch relativ schnell in unserem Hotel (lyf Farrer Park Singapore) und konnten tatsächlich auch bereits einchecken.

Nach einem ausgedehnten zweieinhalb Stunden Nickerchen fühlten wir uns dann auch bereit die Stadt zu entdecken – oder zumindest Teile davon. Aber zuerst besorgten wir uns noch den Singapore Tourist Passfür den ÖV – in unserem Fall benötigten wir ihn eigentlich nur für den (das?) MRT. Und ich habe selten eine so reibungslos funktionierende, gut ausgebaute U-Bahn erlebt. Die Waggons waren extrem breit, die Stationen waren jeweils sehr gut ausgeschildert und hell und es war herrlich unaufgeregt. Zwei Daumen hoch dafür.

Um Singapur zu entdecken, beschlossen wir (aufgrund unseres Schlafmangels) langsam anzufangen – und zwar mit den vielen unterschiedlichen Malls der Orchard Road.

Das entpuppte sich als eine Explosion für die Sinne – so viele Menschen und so hell und bunt und einfach viel. Aber auch spannend, wie viele Luxusmarken man auf eine einzige Straße quetschen kann…

Wir nahmen noch eine kleine Mahlzeit zu uns und dann besuchten wir noch Decathlon, da wir noch die eine oder andere Kleinigkeit brauchten. Und ich kaufte noch eine Computermaus, da die Bild- und Blogbearbeitung mit dem Touchpad des Laptops einfach nur ein pain in the ass war…

Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt und nahmen dann den MRT nach Hause, wo wir relativ schnell auch schon einschliefen.

Der nächste Tag begann mit einem frisch gepressten Orangensaft von einem ijooz-Automaten. Für umgerechnet 1.40 Euro bekommt man hier einen erstaunlich leckeren Saft – etwas, das wir in den nächsten Tagen noch oft ausnutzen sollten…

Nach einem Frühstück to go bei einer Bäckerei nahmen wir den Sentosa-Express (für 2 Singapur-Dollar pro Person) zum Aquarium. Und zwar nicht nur irgendein Aquarium, sondern dem stark umworbenen, größten Aquarium in South East Asia.

Da wir auf unseren Reisen bereits einige sehr tolle Aquarien besucht hatten (man denke nur an das Aquarium in Monterey, Kalifornien), waren unsere Erwartungen hoch – und wurden doch etwas enttäuscht. Für den Eintritt von 44 Singapur Dollar (umgerechnet ungefähr 30 Euro) erwarteten wir einiges und waren dann doch nach einer knappen Stunde schon durch. Im Nachhinein hätten wir uns diesen Ausflug sparen können, aber gut…

Wir nahmen den Sentosa Express zurück aufs Festland (die Rückfahrt war gratis) und machten uns auf zur Marina Bay. Dort schlenderten wir ein wenig durch das Einkaufszentrum, tranken ein kaltes Getränk und gingen dann ins Art Science Museum – das ist das berühmte Gebäude in der Form einer Orchidee vor dem Marina Bay Sands Hotel.

Das Museum (48 Singapur Dollar, umgerechnet etwa 33 Euro) war echt interessant und kurzweilig. Meine Highlights waren die Stationen, in denen man Vorlagen ausmalen und einscannen konnte. Daraufhin wurden sie „zum Leben erweckt“ und auf die Wand projiziert, wo sie dann herumschwammen.

Dann gab es noch einen Kaffee im Café des Museums und ein kleines Dessert – und das war beides wirklich ziemlich gut. Nach einem kurzen Abstecher in die Apotheke (ich hatte recht penetrante Kopfschmerzen entwickelt) ging es dann auch schon weiter zu den Gardens by the Bay (Eintritt für Flower Dome + Cloud Forest 32 Singapur Dollar, ca. 22 Euro).

Und das war eindeutig das Highlight des Tages.

In verschiedenen (klimatisierten) Hallen gab es viele tropische Pflanzen und Bäume zu sehen – problemlos verbummelten wir hier mehrere Stunden. Nach einem Abendessen bei Shake Shack schauten wir uns noch die spektakuläre Lichtershow an. Und dann fielen wir auch schon todmüde und mit vielen tollen Erinnerungen ins Bett.

Der nächste Tag begann mit einem leckeren Frühstück (für mich eine Smoothie Bowl, für meine Begleitung gab es Pancakes) und einem soliden Kaffee.

Dann ging es weiter in den Botanischen Garten, der wirklich sehr schön und liebevoll angelegt und viel größer als erwartet ist. Der Eintritt ist gratis, jedoch ließen wir es uns nicht nehmen, auch den Eintrittspreis für den Orchideengarten zu zahlen. Und das hat sich wirklich gelohnt – eine sehr schöne gepflegte Anlage!

Nach einem sehr leckeren (aber auch gehaltvollen) späten Mittagessen im Black Pepper (einem indischen Restaurant) gab es eine Verschnaufpause im Hotel. Und dann ging es für uns zur Night Safari im Mandai Wildlife Reserve, einer Attraktion, die mir von vielen Leuten empfohlen wurde.

Die Anfahrt war recht unspektakulär, auch wenn die Beschilderung zum Shuttle Bus an der MRT-Station ein wenig besser hätten sein können.

Man merkte jedoch recht schnell, dass die Night Safari kein Geheimtipp mehr ist – es waren wirklich VIELE Menschen da. Wir begannen mit einer Show, in der verschiedene Tiere vorgestellt wurden. Und hier fragten wir uns wirklich, ob das sein muss – und ob das so gut für die Tiere ist, wenn sie auf einer Bühne vorgeführt werden, zudem noch mit Lichteffekten und einem relativ hohen Geräuschpegel.

Der Rest der Night Safari war aber echt schön gemacht. In Wägen wurde man einmal durch den Park gefahren, vorbei an den Gehegen der Tiere. Und es gab wirklich viele Tiere zu bestaunen – nicht nur …, sondern auch ….

Danach konnte man auf den verschiedenen Trails auf eigene Faust den Park erkunden. Und das war eigentlich der Teil, der am tollsten war. Im Dunkeln, nur im Schein der Laternen durch den Park zu stiefeln, war wirklich sehr schön.

Die Heimfahrt verlief problemlos – nur die Nacht sollte recht kurz werden, denn der Flug ging am nächsten Tag bereits gegen 11 Uhr.

Am Flughafen angekommen checkten wir am Self Service Kiosk von Scoot ein – oder versuchten es zumindest. Wir hatten im Vorfeld unsere Plätze gebucht, doch auf der Anzeige standen plötzlich komplett andere Sitze. Und auch noch dreißig Reihen voneinander getrennt. Ein netter Mitarbeiter half uns schließlich – wir sollten einfach einchecken, unser Gepäck abgeben und dann am Schalter nachfragen.

Bevor wir das aber tun konnten, mussten wir erst noch ein paar Probleme lösen, die die automatische Gepäckabgabe mit unseren Rucksäcken hatte (der Strichcode wurde von der Maschine nicht gut gelesen), aber irgendwann war auch das geschafft.

Die Dame am Schalter half uns schnell und unkompliziert und machte sogar noch den document check für den Abflug nach Australien, aber besonders freundlich war sie nicht. Aber gut. Hauptsache uns wurde geholfen.

Anschließend machten wir noch einen Ausflug zu Terminal 2, gaben wir unseren Singapore Tourist Passzurück und machten uns dann auf den Weg zum Gate. Eine Weile verplemperten wir noch bei Kaffee und Frühstück bei Starbucks, bevor es dann wirklich zum Flugzeug ging. Die Sicherheitskontrolle war direkt am Gate und auch hier durften wir ohne größere Vorkommnisse passieren.

Und schließlich saßen wir.

Und auf dem Flug merkte man dann doch, dass Scoot eine Billigairline war – es gab keine kostenlosen Getränke, geschweige denn kostenloses Essen (und das bei einem 5-Stunden-Flug) und on-board-entertainment gab es auch nicht. Aber gut, ich vertrieb mir die Zeit mit Schlafen, lesen und Sudoku spielen. Ging auch.

Und dann… berührten unsere Füße das erste Mal australischen Boden. Aber dazu mehr im nächsten Blogeintrag…

Hinterlasse einen Kommentar