(Diesmal ohne Wortwitz) Auf an in die Ostküste Australiens!

Wie immer: Ich verwende in meinen Posts Links, die auf externe Seiten führen. Ich verdiene hiermit kein Geld – alle Aktivitäten, Unterkünfte und Dinge habe ich selbst bezahlt. Daher Werbung, aber unbezahlte.

Tja, der letzte Satz des letzten Blogposts hat mir nicht nur einmal in den Hintern gebissen. Ich habe diesmal nämlich NOCH länger gebraucht – und ich habe nicht einmal eine gute Ausrede dafür. Mea Culpa.

Der Flug selbst war recht unspektakulär – außer dem wirklich hübschen Sonnenuntergang, den man durch das Fenster sehen konnte. Und auch diesmal gab es wieder eine Zeitverschiebung – nun trennten uns zusätzliche zwei weitere Stunden von der heimatlichen Zeitzone. Weiterhin ein komisches Gefühl.

In Melbourne angekommen mussten wir durch die ganz normale Grenz- und Passkontrolle. Da wir jedoch diesen Vermerk auf dem Boarding Pass hatten, mussten wir die Arrival Card nicht nochmal ausfüllen und konnten ganz entspannt passieren.

Die Abholung des Autos bei Avis war auch unspektakulär – was jedoch nicht unspektakulär war, dass man sich nun erstmal an den Linksverkehr gewöhnen musste. Aber auch das lief, nach kurzer Eingewöhnung, besser als gedacht.

Das Hotel (Adina Apartment Hotel) war wirklich wunderschön und der Concierge am Empfang sehr entgegenkommend. Er ließ sogar das Bett von zwei Einzelbetten noch zu einem Doppelbett umbauen. Und es gab eine Waschmaschine und einen Trockner – jedes Mal ein echtes Highlight. Das Bett war groß und gemütlich – das war mir vor allem sehr wichtig, weil ich (mal wieder) eine aufkeimende Erkältung im Zaum zu halten hatte.

Die Waschmaschine wurde direkt beladen und die ersten Dinge aussortiert, die wir via Paket nach Hause schicken wollten. (Und das waren einige…) Und dann hieß es erstmal schlafen – das bequeme Bett wollte ausgenutzt werden. Wir hatten nämlich nur eine Nacht in Melbourne gebucht…

Am nächsten Morgen hieß es dann die restliche Wäsche trocknen, zusammenlegen und packen. Und danach gab es ein kleines Frühstück mit Pain Au Chocolat und einen Mandelcroissant und Kaffee von Cobrick Coffee.

Von Melbourne selbst haben wir tatsächlich nur wenig gesehen. Wir schlenderten einmal durch das Stadtzentrum, schauten uns ein Einkaufszentrum an und machten dann eine Audiotour durch die Bücherei (die sehr, sehr schön war).

Und dann ging es wieder auf die Straße, zu unserem ersten AirBnb der Reise in Venus Bay. Zwischendurch gingen wir noch einkaufen, da wir erst unterwegs merkten, dass es vor Ort praktisch keine Restaurants geben würde. Und keiner von uns wollte, dass ich hungrig und hangry werde. (Wer das einmal erlebt hat, möchte es nie wieder. Glaubt mir hier einfach.)

Unsere Unterkunft war zwar recht klein, aber sehr gemütlich und besaß eine Dusche mit viel Wasserdruck. Etwas, das auf Reisen niemals unterschätzt werden darf. (Wie mir im späteren Verlauf der Reise auch immer wieder klar wurde.)

Wir machten noch einen kleinen Spaziergang zum 10 – 15 Minuten entfernten Strand. Das Meer war wild und es windete recht, aber es war soooo schön!

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann noch Papageien, die hier einfach so leben. Ein wirklich ungewohnter, aber schöner Anblick.

Den Abend ließen wir gemütlich mit gebackenen Bohnen und gegrillten Käsesandwich, sowie einer kleinen Melone zum Nachtisch ausklingen.

Am nächsten Tag wollten wir ein wenig was von der Gegend sehen, also schwangen wir uns ins Auto. Der erste Stopp war ein Leuchtturm, der nur ein paar Minuten Spaziergang vom Parkplatz entfernt war. Danach ging es weiter zum Wilsons Promontory National Park. 

Am Norman Lookout machten wir kurz Halt und ganz viele Fotos – schon spektakulär.

Und dann passierte das erste tierische Highlight für uns auf der Ostküste Australiens – wir sahen unser erstes wildes Känguru. Und zwar spazierten wir auf dem Prom Wildlife Lookout – und da stand es dann einfach, ein paar Meter vor uns. Und es blieb nicht das Einzige. Und ich war ein wenig erstaunt, wie groß die Beuteltiere sind. Das war ziemlich einschüchternd (zumindest für mich). Aber sie ließen uns in Ruhe – und selbst, als wir praktisch aus Versehen in eines hineinliefen (es stand einfach auf dem Weg und während dem Unterhalten übersahen wir es) hüpfte es einfach nur weiter.

Nach dieser wirklich tollen Überraschung fuhren wir noch zum Venus Bay Lookout, wo man ebenfalls Kängurus und Wombats sehen können sollte. Jedoch hatten wir hier kein Glück. Aber gut – man kann nicht immer gewinnen.

Zum Abendessen gab es noch die restlichen Bohnen und nochmal gegrilltes Käsesandwich – aber ehrlich gesagt kann man das auch wirklich täglich essen. Nomnomnom.

Am nächsten Tag hieß es wieder packen und auschecken, dann es ging weiter zu unserem nächsten Stopp: Sale.

Unterwegs hielten wir an und aßen in einem kleinen Café eine Granola Bowl, die wirklich nicht geil war. (Ich weiß auch den Namen nicht mehr.) Unterwegs passierte nicht so viel, außer, dass wir bei einem Strand anhielten und dort jede Menge Hunde sahen. Das war schön.

Irgendwann erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: Das Wurruk Motel, das ein paar Kilometer außerhalb der Stadt lag. Es war recht altmodisch eingerichtet, aber das Zimmer hatte einen netten Blick in den Garten. Und wir hatten ja eh nicht vor, allzu viel Zeit hier zu verbringen. Schließlich wollte die Gegend erkundet werden.

Was zuvor aber erledigt werden musste, war ein kleines Nickerchen. Reisen macht schließlich müde…

Nach dem Aufwachen ging es in den Botanischen Garten, der leider nicht wirklich Außergewöhnliches bot – außer Pfauen und Kakadus. Und vielen, vielen jungen Frauen in Brautkleidern? Wir konnten leider nicht herausfinden, was es damit auf sich hatte. Aber es wirkte ein wenig merkwürdig…

Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Swing Bridge. Leider wurde die recht gemütliche Atmosphäre gedämpft, als eine Horde Halbstarker mit ihrem getunten, tiefergelegten Sportwagen aufschlugen und lautstark Fotos machten. Das war unser Zeichen weiterzuziehen.

Der nächste Stopp war der Supermarkt für ein paar Snacks und einer Flasche Wein, die (natürlich) nur wegen des Etiketts gekauft wurde. Aber australischer Wein ist ja international berühmt, also wollten wir es einfach mal probieren.

Abendessen gab es im Viet Kitchen (277 Raymond St, Sale VIC 3850 – leider haben sie keine Website), einem vietnamesischen Restaurant, wo wir viel zu viele Vorspeisen bestellten und deswegen beim Hauptgang zu kämpfen hatten. Aber es war auch alles sehr, sehr lecker.

Am nächsten Tag gab es Frühstück mit Scones und Kaffee. Und dann stand ein weiteres Highlight auf der Liste: Raymond Island

Und, um dorthin zu gelangen, muss man die wohl kürzeste Fährfahrt aller Zeiten auf sich nehmen. Die dauerte (ungelogen) vielleicht höchstens fünf Minuten. Ich frage mich bis heute, warum nicht einfach eine Brücke gebaut wird…

Und was gibt es auf Raymond Island? Wildlebende Koalas. Und obwohl wir am Anfang dachten, dass wir keinen einzigen sehen würden, sahen wir wirklich jede Menge. Und es war tatsächlich sehr süß, wie die pelzigen Kerlchen in ihren Bäumen hingen.

Wir mussten uns schon fast dazu zwingen die Insel wieder zu verlassen – ich für meinen Teil hätte den süßen Koalas noch ewig zusehen können. Auch, wenn mich der eine Koala anknurrte, weil ich seinem Baum offenbar zu nahe kam… ups.

Nach der Fährfahrt holte ich mir noch einen Lachsbagel und Kaffee bei Ginny’s Place (3PJF+3C Paynesville, Victoria – leider keine Website, von der ich weiß), dann fuhren wir zurück ins Motel für eine kleine Pause. Dann beschlossen wir, abends ins Kino (ins Sale Cinema) zu gehen. Die Wahl fiel auf den neuesten Ghostbuster-Film… und wow, war der Film schlecht. Zudem lernte ich, dass das Popcorn in australischen Kinos standardmäßig salzig ist.

Wieder was gelernt.

Der nächste Tag begann mit packen, auschecken und der Weiterfahrt nach Eden, wo unsere nächste Unterkunft auf uns wartete.

In einem sehr gut besuchten Brunchspot in Sale (dem Wild Honey Cafe) nahmen wir dann noch ein Frühstück zu uns, bestehend aus mushroom toast und einem brisket sandwich. Sehr sättigend – sehr, sehr sättigend. Unterwegs machten wir dann noch spontan Halt in einer kleinen Stadt, dessen Name ich nicht weiß, wo es bei strahlendem Sonnenschein einen schönen Sunday Market gab. Und einer der Marktstände hatte einen Hund, der sich von uns den Bauch kraulen ließ. 10/10, gerne wieder.

In Eden angekommen war der CheckIn im Coast Motel Eden etwas problematisch, denn die Rezeption des Motels war nicht besetzt. Man musste anrufen und bekam dann den Zugangscode zur Schlüsselbox für das Zimmer. Aber auch das war irgendwann gelöst und wir konnten unser Zimmer beziehen. Und (zumindest ich) konnte ein kleines Nickerchen einlegen. Dafür ist Urlaub schließlich auch da…

Nach einem kurzen Einkaufsstopp im Supermarkt direkt nebendran fuhren wir noch an den Hafen, wo es nicht nur eine beeindruckende Anzahl an Möwen gab, sondern auch Rochen. Und das war schon ein echtes Spektakel.

Zum Abendessen fuhren wir in den nächstgrößeren Ort (da die Auswahl an Restaurants in Eden, die um so eine späte Uhrzeit wie 18 Uhr noch offen hatten, sehr beschränkt war) und gönnten uns Fish & Chips bei Fish Pen Takeaway, die wir dekadent am Strand verzehrten. (Wobei wir von einer Gruppe Möwe kritisch beobachtet wurden…) Den Tag ließen wir mit dem in Sale gekauften Wein ausklingen. (Und nein, er war nicht gut.)

Der nächste Tag startete im Toast Cafe Eden (WWP4+3G Eden, New South Wales – ihr werdet es erraten: wieder keine Website zu finden) mit einem Grilled Cheese Sandwich, einem Dirty Chai Latte und einem Banana Bread (mit gesalzener Butter?) – insgesamt ein sehr interessantes Essen. Direkt nebendran war praktischerweise direkt eine Filiale der australischen Post, wo wir einen Karton für unser Paket nach Hause kauften. Die nette Dame am Schalter gab uns auch direkt eine Zolldeklaration mit, die wir ausfüllen sollten.

Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Besuch des Killer Whale Trails. Da die Killerwale regelmäßig an Eden vorbeizogen (was unter anderem jährlich mit einem riesigen Festival gefeiert wird) gibt es hier verschiedene spannende Stopps entlang der Küste, die etwas mit den sanften Riesen zu tun haben. So zum Beispiel ein Leuchtturm, ein Museum oder auch einer Whaling Station, wo die Wale zerlegt und ihre Einzelteile verwertet wurden.

Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen ein paar Souvenirs am Visitor Information Center zu shoppen. Dort gab es auch eine sogenannte Lucky Dip Tüte mit unbekanntem Inhalt, die wir mitnahmen. Leider war tatsächlich nur Schrott drin.

Zur Krönung des Tages gönnten wir uns Burger, Fritten und Bier in einem coolen Restaurant namens Dulcie’s Cottage

Und, als ob das nicht schon großartig genug wäre, flatterten bei der Rückfahrt hunderte Flughunde über unsere Köpfe hinweg. Ein einmaliges Schauspiel mit Gänsehautgarantie.

Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder zeitig los. Unser Ziel? Die Hauptstadt Australiens! Und wer jetzt denkt, dass damit Sydney gemeint ist, liegt falsch. Die Hauptstadt ist Canberra. Und eigentlich auch nur deswegen, weil es damals ein fairer Kompromiss schien, um sich nicht zwischen Sydney und Melbourne entscheiden zu müssen. (Auch ein wenig lustig.)

Der Halt in Canberra war nicht geplant gewesen, aber als wir auf der Karte sahen, wie nah es eigentlich war, entschieden wir uns doch recht spontan dafür. So einen Abstecher sollte man sich nicht entgehen lassen.

Doch bevor wir in die Hauptstadt einfielen, machten wir noch einen Abstecher zu einem Naturschwimmbecken, das in Stein direkt am Meer eingelassen war. Und tatsächlich stürzten sich dort ein paar mutige Menschen sogar ins Wasser. Mir persönlich wäre es ja zu kalt gewesen…

Und direkt um die Ecke lag dann noch ein Rudel Seehunde auf den Felsen herum. Das war eine schöne Überraschung!

Den nächsten Halt machten wir am Camel Rock, der seinen Namen daher hat, weil der Fels aussieht wie ein liegendes Kamel. Und ja, mit ein wenig Fantasie konnte man das tatsächlich erkennen.

Eine Stärkung holten wir uns bei der Bodalla Dairy Shed, wo wir nicht nur einen sehr leckeren Käsetoastie aßen, sondern auch eine Iced Latte tranken und wo ich ein sehr süßes Kinderbuch (Brave-bottomed Wombat) kaufte. Und wir konnten die Frage klären, warum das Huhn die Straße überquerte. (Antwort: Um in der Bodalla Dairy Shed in den Laden zu kommen und die Krümel vom Boden aufzupicken.) Ein Eis aus der eigenen Produktion durfte für die Weiterfahrt auch nicht fehlen.

In Canberra angekommen durften wir im Deco Hotel einchecken. Dort bekamen wir ein Zimmer, das nicht nur über ein separates Wohn- und Esszimmer, sondern auch über Waschmaschine und Trockner verfügte. Eigentlich auch der Hauptgrund, warum wir uns für dieses Hotel entschieden hatten.

Abendessen gab es in der Stadt in einem rein veganen vietnamesischen Laden (ich hab mir leider den Namen nicht gemerkt) und dann fielen wir auch schon wieder müde ins Bett. Die Reisetage vergingen immer viel zu schnell und waren doch recht kräftezehrend.

Am nächsten Morgen fiel uns dann auch mal auf, dass wir uns mal der weiteren Reiseplanung widmen sollten. Neuseeland, zum Beispiel, was unser nächster Stopp werden sollte, war noch nicht fertig durchgeplant. Uns fehlten zum Beispiel noch fast alle Unterkünfte. Wir beschlossen uns daran zu machen und kamen tatsächlich auch ein wenig voran. 

Also durften wir uns auch mit ein wenig Sightseeing belohnen – und da kam der Ausflug in die National Gallery of Australia gerade recht. Man musste sich zwar ein Ticket holen, das jedoch nichts kostete – nur die speziellen Ausstellungen kosteten extra. Wir bummelten ein wenig durch die Hallen – und dann bemerkte ich, dass ich „etwas“ hangry wurde.

Also war der nächste Punkt auf der Liste erstmal Mittagessen. Wir hatten ursprünglich geplant, in den Zoo zu gehen, doch wir entschieden zu dagegen. Da der letzte Halt an der Ostküste Sydney werden sollte, wollten wir dann doch lieber dort in den Zoo gehen. Stattdessen gingen wir lieber in den Botanischen Garten.  Und überall standen Warnschilder herum, dass Schlangen gesichtet wurden und man vorsichtig sein soll.

Hilfe!

(Wir sahen jedoch keine, was bei 50% der Beteiligten Begeisterung und bei 50% Missmut erzeugte. Ich überlasse es jetzt euch, zu erraten, wer hier wie beteiligt war…)

Ihr erinnert euch bestimmt noch daran, dass ich weiter oben erzählte, dass wir ein Päckchen nach Hause schicken wollten, richtig? Eigentlich eine gute Idee, um unnötigen Ballast aus dem ursprünglichen Gepäck zu verbannen. Oder aber, um gerade gekaufte Souvenirs aus dem Souvenirshop des Botanischen Garten nach Hause zu schicken. Unsere Disziplin, möglichst wenig zu kaufen, war am Boden. Gelinde gesagt.

Mit einer vollen Tüte ging es dann zum nächsten Stop – einem Outlet. In Neuseeland war es noch kälter als angenommen, daher brauchten wir noch ein paar wärmere Schichten. Bei Kathmandu fand ich schließlich noch eine Mütze (die ich im Verlauf der Reise sehr oft benutzen würde) und bei Macpac noch eine stark reduzierte (also praktisch fast kostenlose) Fleecejacke, die nicht nur hervorragend aussah, sondern auch hervorragend warmhielt. Und ich hatte ja Platz im Gepäck. Schließlich schickten wir ein Päckchen nach Hause…

Am späten Nachmittag fuhren wir noch auf einen Aussichtspunkt, der einen schönen Blick über Canberra bot. Jedoch hatten sehr, sehr viele Menschen dieselbe Idee, weswegen die Stimmung etwas litt. Aber gut.

Die Aussicht (haha) auf ein leckeres Abendessen bei der Bent Spoke Brewing Co. ließ uns unseren Ärger dann schnell vergessen und so ließen wir den Abend bei Mac’n’Cheese Bällchen, Burgern und Bier (eines sogar gratis) ausklingen.

Ich fiel schon relativ früh ins Bett, denn am nächsten Tag klingelte der Wecker schon vor sechs Uhr. Und warum? Nicht etwa, weil wir so früh weiterfahren würden – nein. Der Grund war viel banaler.

Weil „Die Passion“ lief!

Das „Spektakel“ von RTL, das diesmal in Kassel spielte, war sogar noch schlimmer als zwei Jahre zuvor und ich genoss jede trashige Sekunde. Das war die Augenringe wert!

Nun ja, dann hieß es wieder packen und auschecken – los ging es zum letzten Stopp an der Ostküste. Und ich hatte es ja schon gespoilert: es ging nach Sydney.

Auf dem Weg dorthin stoppten wir beim Ona Coffee House für ein kleines Frühstück. Und klein hieß hier wirklich klein – man konnte sogar halbe Portionen bestellen, was ich sehr begrüßte. Die Portionsgrößen in Australien waren nämlich schon sehr groß und erinnerten eher an die USA. Da nahm ich das Angebot hier gerne an. Außerdem trank ich einen extrem leckeren Kaffee mit leichter Himbeernote. Diese Art von Kaffee gibt es in Deutschland nicht (und glaubt mir, ich habe gesucht – falls ihr da eine Quelle habt, die Kommentare sind offen) und daher werde ich mir irgendwann mal Kaffee aus Australien importieren. Der war *wirklich* lecker.

Unterwegs spürte ich dann den Ruf der Natur (klar, nach so viel Kaffee), aber die anvisierte Toilette konnte ich leider nicht betreten. Zu viele Spinnen in allen möglichen und unmöglichen Größen und Formen hingen in der Kabine. Da verkniff ich es mir lieber, bevor ich noch wegen eines Bisses zu Spidergirl mutierte. Ich bin eindeutig nicht motiviert genug dafür, um neben meinem normalen Job nachts noch die Kriminalität zu bekämpfen… #sorrynotsorry

Die Fahrt ging durch schönen Regenwald und wir machten auch Halt am Jamberoo Lookout, wo wir einen beeindruckenden Blick über den Budderoo National Park hatten. Die Aussicht war wirklich wunderschön! Leider war uns das Wetter nicht so hold.

In einem kleinen Örtchen namens Kiama gab es noch ein Blowhole, das wir ebenfalls noch besuchten. Außerdem gab es dort ein Post Office, wo wir unser fertig gepacktes Päckchen abgeben wollten. Die Mitarbeiterin dort war zwar sehr nett, aber auch ein wenig genervt, weil wir die Zollerklärung nicht online ausgefüllt hatten. Aber wir wussten schlicht nicht, dass das geht… Und so tippte sie brav jedes einzelne Item in ihren Computer ein, was recht lange dauerte. Ich hatte ein dezent schlechtes Gewissen…

Das Paket wog übrigens 2.8kg und kostete 53 Euro. (Aber dafür kam es recht schnell und sicher zuhause an.)

Wir kamen schließlich erst am späten Nachmittag an unserem Hotel Citadines Connect in Sydney an. Es lag in der Nähe vom Flughafen, was für unsere Weiterreise natürlich ideal war. Zudem hatte es noch einen kleinen Shop und ein kleines Café, wo man sich mit dem nötigsten eindecken konnte. Das musste ich ausnutzen und kaufte mir erstmal eine Portion Rice Crispies, die ich mir direkt reinknallte. Das war himmlisch. Ich bin ein einfacher Mensch…

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück bei Krispy Creme Donuts, wo es erstaunlich guten Kaffee und sehr leckere Donuts gab. Die perfekte Stärkung für unseren Ausflug in den Sydney Zoo, wo wir mehrere Stunden verbrachten. Man konnte nicht nur tolle Tiere (wie Seehunde, Löwen, Capybaras, Red Pandas, einen sehr motzigen Heuler und Giraffen) sehen, sondern auch die wunderschöne Skyline von Sydney bewundern. Zudem wurden wir von einem englischen Pärchen gebeten, Fotos von ihnen zu machen, was eventuell zu einem kleinen Kampf ausartete, wer die besseren Bilder schoss.

Unser kleiner Snack-Stopp wurde von einem Truthahn torpediert, der unbedingt auch etwas von unserem Essen haben wollte. Und die Vögel sind ganz schön groß und wirken ganz schön bedrohlich, wenn sie sich so vor einem aufbauen…

Der nächste Halt war an der Watson Bay, die mir von einer sehr lieben Kollegin empfohlen wurde. Die Parkplatzsuche gestaltete sich (wegen des wirklich schönen Wetters und dem Osterwochenende) als schwierig, doch schließlich fanden wir einen Platz, wo wir unser Auto stehen lassen konnten. Im Robertson Park ergatterten wir noch eine letzte Portion Fish & Chips, bevor sie schlossen und machten dann einen Spaziergang zum Hornby Lighthouse und auf dem South Head Heritage Trail mit toller Aussicht.

Den Abend verbrachten wir im Hotel und gönnten uns Sandwiches aus dem Kühlregal. Denn die weitere Reise musste nun wirklich langsam geplant werden. Und nach ein paar Stunden Brütens und Diskutierens waren wir dann ein ganzes Stück weiter.

So konnte man dann auch mit guten Gewissen schlafen gehen. (So gut es eben mit einem fetten Sonnenbrand ging. Irgendwie konnte man sich so oft eincremen, wie man wollte, die australische Sonne war gnadenlos. Gerade bei mir, dem Milchbrötchen mit der hellen Haut.)

Am nächsten Tag standen wir schon recht früh auf und nahmen den Bus zur Arden Street. Das dauerte ungefähr eine Stunde und es war spannend, mal den ÖV zu nehmen. Eröffnete auch wieder einen anderen Blick auf die Stadt.

An der Arden Street angekommen starteten wir den Coastal Walkway zum Bondi Beach, ein sehr schöner Wander-/Spazierweg, immer an der Küste entlang. Und mit relativ wenig Schatten, weswegen wir auch schon so früh loswollten. (Sonnenbrand gab es, natürlich, trotzdem.)

Das Ziel – Bondi Beach – war zwar sehr nett, aber irgendwie hatte ich es mir immer größer und spektakulärer vorgestellt? Aber es war trotzdem cool, mal dort gewesen zu sein.

Mit dem Bus ging es schließlich weiter zum Fish Market, wo es wirklich vollgestopft mit Touristen und Touristinnen war. Aber das Essen im Boat Shed Pyrmont war sehr lecker.

Als nächstes nahmen wir die Fähre zum Fähranleger beim Opera House. Allein die Fährfahrt mit Aussicht auf die Sydney Harbour Bridge und die Skyline war schon ein Highlight für sich. Aber dann auch noch das Sydney Opera House mit eigenen Augen zu sehen… das war wow. Und fühlte sich auch dezent surreal an, dass man WIRKLICH dort war.

Wir legten noch einen Spaziergang im Botanischen Garten ein und nahmen dann den Zug zurück ins Hotel. Dort angekommen musste ich mich erstmal ein wenig ausruhen und dann ging es ans Packen. Aber diesmal richtig, denn morgen stand ein „richtiger“ Weiterreisetag an. Und dann ging es nochmal in die Stadt, weil es am Darling Harbour ein Feuerwerk gab.

Nach diesem – mit vielen Erlebnissen und Eindrücken gespickten – Tag fiel ich wirklich hundemüde ins Bett.

Am nächsten Morgen ging der Wecker wirklich sehr früh. Wir hatten einen Flug am Morgen und wir mussten noch zum International Airport und das Auto musste abgegeben werden.

Ich wurde, mitsamt unserem gesamten Gepäck, am Domestic Airport abgegeben und machte mich auf der Suche nach dem Shuttle Bus zum International Terminal, während meine Begleitung das Auto abgab und dann mit dem Bus zu mir stieß.

Die Weiterfahrt zum International Airport ging recht easy (und ich hatte mir mal wieder viel zu viele Sorgen umsonst gemacht) … und dann ging es schon weiter zu unserem nächsten großen Stopp auf dieser Reise: nach Neuseeland. Einem Kindheitstraum von mir.

Aber davon dann im nächsten Blogpost mehr.

Der Perth-ekte Startpunkt für Australien

Der nächste Stopp auf der Reise lag an der Westküste Australiens – Perth. Eine Stadt, an die ich in meinem Leben noch nie allzu viele Gedanken verschwendet habe. Und daher hatte ich auch keine Ahnung, was mich erwarten würde.

Aber erstmal mussten wir durch die Grenzkontrolle in Australien – und jeder, der schon einmal Border Control Australia gesehen hat, weiß, dass die MitarbeiterInnen dort keinen Spaß verstehen, wenn es um die Sicherheit des Landes geht.

Auf dem Flug füllten wir brav unsere Incoming Passenger Card aus und gaben dort auch unsere Wanderschuhe und die Strandschuhe an, die wir bei den Elefanten in Sri Lanka getragen hatten. In weiser Voraussicht hatten wir die Schuhe jedoch im Vorfeld nochmals gründlich – sogar mit einer Zahnbürste! – gesäubert. Wir – und die Schuhe – wurden gesondert kontrolliert – und ich bekam sogar ein „Well done!“ von den beiden Mitarbeiterinnen dort. Tja. Gelernt ist gelernt.

Am Flughafen kauften wir noch australische SIM-Karten, damit wir auch unterwegs Internet haben konnten und dann gingen wir auf die Suche nach dem Zug. Wir mussten aus dem Flughafen raus, ein paar Meter laufen, in ein anderes Gebäude und nach ein paar Minuten standen wir dann vor den Verkaufsautomaten für die Tickets. Und waren dezent überfordert. Aber ein sehr netter Mitarbeiter von Transperth führte uns durch den Ticketprozess und beriet uns wirklich sehr kompetent.

Und hier fiel uns auch zum ersten Mal etwas auf, was uns die gesamte Australien-Reise auffallen würde: die Menschen hier sind einfach nett. Also wirklich auffallend nett. Sehr, sehr sympathisch!

Wenig später saßen wir im Zug (U-Bahn? S-Bahn? So ganz weiß ich immernoch nicht, was das genau war) und fuhren bis zu unserer Haltestelle, die praktischerweise nur ein paar Meter vom Hotel entfernt lag. CheckIn und der Bezug des Zimmers ging problemlos und schnell und, nachdem wir uns ein wenig eingerichtet hatten, beschlossen wir, erstmal Abendessen zu gehen. Unsere Wahl fiel auf Ribs & Burgers, wo ich einen hervorragenden Veggieburger und ein Bier zu mir nahm. Nomnomnom. Wir beschlossen noch ein wenig am (wunderschön beleuchteten) Pier spazieren zu gehen, wo sich meine Begleitung noch ein Eis genehmigte. Und dann… lagen wir eigentlich auch schon wieder im Bett. Erstmal schlafen nach dem aufregenden Reisetag!

Der nächste Tag begann sehr gemütlich. Zum Mittagessen gingen wir um die Ecke zu einem kleinen vietnamesischen Lokal, wo wir nicht nur den nettesten Service aller Zeiten hatten, sondern auch noch sehr leckeres Essen (vegetarisches Banh Mi Sandwich und Eistee) zu uns nahmen. Klare Empfehlung!

Und dann waren wir direkt abenteuerlustig und nahmen den (gratis) Blue CAT-Bus zum Botanischen Garten. (Gratis und sehr leicht erreichbarer ÖV in einer Großstadt ist schon etwas sehr, sehr tolles!) Was eigentlich nur ein kleiner Spaziergang werden sollte, wurde zu einer sehr tollen Beschäftigung für die nächsten Stunden. Das Wetter (strahlend blauer Himmel) lud aber auch wirklich zum Verweilen und Schlendern ein. Zudem ist es auch noch ein sehr schön angelegtes Areal mit tollem Blick auf die Bucht und die Stadt. Und so war es dann auch schon recht spät, als wir zurück zum Hotel kamen. Und es meldete sich (mal wieder) der Hunger. Wir machten uns also auf den Weg zu einem Italiener, dessen Speisekarte sehr gut geklungen hatte – und dann stolperten wir (im wahrsten Sinne des Wortes) über einen Street Food Market (Twilight Food Market) in der Fußgängerzone. Und dort futterten wir uns einmal quer durch, denn alles sah so gut aus, dass man es haben wollte. Ich aß einen hervorragenden Bao Bun mit Tofu, dann noch eine viel zu große Portion Gnocchi mit Tomatensauce und zum Abschluss noch ein Softeis. Das Sodbrennen in der Nacht war garantiert, aber das war es wert.

Für den nächsten Tag hatten wir bei Captain Cook Cruises eine 90minütige Schiffsfahrt nach Fremantle gebucht. Pünktlich standen wir am Fährterminal – so wie sehr viele andere, die an diesem sonnigen Sonntag nichts anderes zu tun hatten. Glücklicherweise ergatterten wir noch einen schönen Platz und konnten die Fahrt sehr genießen. (Und im Geiste überlegen, welches der Traumhäuser am Wasser wir denn kaufen würden, wenn wir könnten, wie wir wollten…) 

In Fremantle angekommen gingen wir zu Chalkys, um erstmal ausgiebig zu frühstücken. Gemütlich bummelten wir anschließend noch durch das Städtchen, aßen noch ein Eis und fuhren dann mit dem ÖV zurück nach Perth. Den restlichen Tag ließen wir sehr gemütlich ausklingen.

Gibt es eigentlich eine schönere Art und Weise weiterzuschreiben, als ständig nur „am nächsten Tag“ zu schreiben? Mir fällt gerade keine ein, also entschuldigt diese ständige Wiederholung.

Also.

Wie gesagt.

Am nächsten Tag ging es mit der U-Bahn zum Cottlesloe Beach, angeblich einer der schönsten Strände im Umkreis von Perth. Dort angekommen wurde uns bewusst, dass dort gerade ein Skulpturenfestival (das Sculpture By The Sea) stattfand – und dass wir deswegen nicht die einzigen Personen dort sein würden. Wir bummelten also gemütlich an der Strandpromenade entlang und bestaunten die ausgestellte Kunst. Und nicht nur einmal kam uns der Spruch „Ist das Kunst oder kann das weg?“ in den Sinn. Aber schön anzusehen war das meiste trotzdem. 

Wir suchten uns schließlich noch ein halbsonniges/halbschattiges Plätzchen und ließen uns von der Sonne bescheinen. Genau so hatte ich mir diese Auszeit vorgestellt! Herrlich! (Und trotz Sonnencreme sollte ich mir hier nicht den letzten Sonnenbrand der Reise holen…)

Beim Rückweg stolperten wir noch über ein kleines hübsches Restaurant namens Vans, wo wir uns einen kleinen Snack gönnten. (Ziemlich geile Potato Skin Nachos und Avocado auf Sauerteigbrot.) 

Mit der U-Bahn ging es dann zurück in die Stadt. Zum Abendessen hatten wir einen Tisch bei der Bright Tank Brewing Co. (Brown Street Grill) reserviert. Und zwar aus dem einzigen Grund, weil ich Bock auf Fisch hatte und es auf der Speisekarte, die im Internet zu finden war, richtig geilen auf dem Holzkohlegrill zubereiteten Fisch gab. Dort angekommen hatten sie jedoch eine geänderte Karte und es war leider kein Fisch mehr zu sehen…

Bisschen trotzig bestelle ich viel zu viel anderes Essen, was wir jedoch tapfer aufaßen. (Und es schmeckte auch ziemlich gut.)  

Der nächste Tag brachte dann das Highlight, weswegen ich überhaupt diesen Stopp an der Westküste Australiens eingeplant hatte: Der Ausflug nach Rottnest Island. Landläufig auch als Quokka Island bekannt geworden. Denn diese kleine Insel ist die Heimat der süßen Minikängurus, die vorwiegend deswegen bekannt geworden sind, dass sie immer zu lächeln scheinen. Und auch extrem zutraulich sind – vor allem deswegen, weil sie auf der Insel keine natürlichen Feinde haben. Eigentlich sind die kleinen Beuteltiere nachtaktiv, haben sich aber den Gegebenheiten (und den Touristen) angepasst und sind auch tagsüber anzutreffen.

(Und trotzdem bereue ich es bis heute, dass ich keine Übernachtung auf Rottnest Island gebucht habe. Ich kann es euch jetzt schon sagen – ein Tagesausflug ist NICHT genug.)

Um 9 Uhr ging die Fähre von Fremantle aus. Bevor wir an Bord gehen konnte, gingen wir noch kurz am Infoschalter vorbei, wo wir unsere Tickets bekamen und ein Armband, denn wir hatten zusätzlich noch ein Fahrrad bei der Fährgesellschaft mitgebucht. Die relativ kurze Hinfahrt (ich bin mir nicht mehr ganz sicher – aber es dauerte unter einer Stunde) war nur etwas ruckelig, aber sonst ereignislos. Nach Ankunft bekamen wir je ein Fahrrad, einen Helm und ein Fahrradschloß ausgehändigt. Und schon konnte es losgehen.

Und holla die Waldfee, es war windig. Damit hatte ich absolut gar nicht gerechnet. Und es war auch hügeliger als gedacht. Und ich bin nicht unbedingt die fitteste Person, wenn es ums Radfahren geht… man kann sich denken, wie ich ein wenig geflucht und geschwitzt habe.

Aber die erste Begegnung mit den Quokkas ereilte uns dann am Parker Point – eigentlich ein schöner Aussichtspunkt und ein schönes Fleckchen Strand mit glasklaren Wasser, an dem man auch schön schnorcheln gehen kann. (Wenn man Badekleidung dabei gehabt hätte… hatten wir nicht.)

Drei Quokkas beäugten uns interessiert – oder mehr den Inhalt unserer Rucksäcke. Allerdings wird dringend davon abgeraten, die kleinen Beuteltiere zu füttern. Aber als ich so auf dem Boden saß und völlig fasziniert war und eigentlich nur einen Schluck Wasser aus meiner Wasserflasche nehmen wollte, kam eines der Quokkas auf mich zu, krabbelte auf mir herum und versuchte an das Wasser zu kommen. Ich kippte einen kleinen Schluck auf den Boden aus und es stürzte sich beinahe schon darauf.

Mein Herz ey.

Die Delfine, die danach nur wenige Meter vom Strand entfernt an uns vorbeischwammen, brachten uns das nächste ungläubige Staunen ein. An was für einen zauberhaften Ort waren wir hier nur gekommen?!

Der nächste Stopp war an der Salmon Bay – und dort bekamen wir auch nasse Füße beim Versuch, schöne Fotos zu machen. Die Wellen kamen nämlich höher an den Strand als erwartet… einmal mit Profis.

Als wir schließlich am Wadjemub Lighthouse ankamen, war ich nicht nur ein wenig hangry. Ein Umstand, den meine Begleitung von mir glücklicherweise schon kannte. Also wurde mir praktisch eine Rettungsleine im Form von Keksen zugeworfen, das mich über Wasser halten sollte, bis wir zum nächsten Punkt mit Verpflegung kamen. Nach einer halben Packung Butterkekse ging es mir dann auch schon besser 🙂

Beim Ricey Beach hielten wir nochmal an – ein wunderschöner, ewig langer, fast menschenleerer Strand, wo ich es mir nicht nehmen ließ, die Füße ins Wasser zu halten. Es war zwar frisch, aber nicht übermäßig kalt – und noch einmal verfluchte ich mich dafür, dass ich keinen Bikini eingepackt hatte. Aber gut.

Nach dieser kleinen Abkühlung gab es dann schließlich in einem Restaurant Fish & Chips, Chai Latte, Flat White und einen Quokka, der sich reingeschlichen hatte. (Eigentlich hatte das Restaurant einen Zaun um das Gelände, um Quokkas draußen zu halten. Dieser kleine freche Kerl hatte sich allerdings offenbar nicht daran gehalten und lebte jetzt seinen Traum.)

Und dann mussten wir uns schon wieder langsam auf den Weg zur Fähre machen, denn wir mussten rechtzeitig vorher dort sein, um die Fahrräder wieder zurück zu bringen. Und dann passierte etwas, was mein eindeutiges Highlight des Tages werden sollte.

Neben der Straße am RICG Clubhouse entdeckte meine Begleitung zwei Quokkas. Wir hielten an, stiegen ab und schossen ein paar Fotos. Und dann kam eines der beiden Quokkas auf mich zu, kletterte auf meinen Schoß und gab mir sogar einen Nasenstüber. Ich konnte nicht anders und gab ihm ein wenig Wasser, was er aus meiner Hand trank.

Ich war eindeutig verliebt in dieses kleine Tierchen und hätte noch viel, viel länger dort sitzen können, aber leider drängte die Zeit. Und wenn es erlaubt gewesen wäre, hätte ich es direkt mitgenommen.

Das war ein so schönes Erlebnis, an das ich noch ewig denken werde. (Und eventuell habe ich mir selbst den Titel Quokkaqueen verpasst. Sollte meine Visitenkarte ändern lassen.)

Die Abgabe der Fahrräder verlief problemlos, was man von der Rückfahrt mit der Fähre nicht so sagen konnte. Denn es gab ziemlich starken Wellengang und es wirklich ruckelig. So ruckelig, dass mindestens eine Passagierin sich das Essen nochmal durch den Kopf gehen lassen musste. Das blieb mir glücklicherweise erspart, obwohl ich nicht den festesten aller Mägen habe… Die Crew verteilte noch Eis am Stiel – ich vermute nicht nur aus Nettigkeit, sondern auch zur Ablenkung. Es war auf jeden Fall lecker.

In Fremantle angekommen stiegen wir auf eine andere Fähre um, die uns nach Perth City brachte. Auf diesem Stück erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang – der perfekte Abschluss für diesen magischen Tag. (Na gut, nicht ganz der Abschluss – den hatten wir erneut im Ribs & Burgers, wo wir uns zum Abendessen einfanden.)

Und was weniger magisch war, war der Sonnenbrand, den wir uns eingefangen hatten – und das, obwohl wir uns wirklich ständig eingecremt hatten. Nun ja, ein kleiner Preis für die tollen Quokkabegegnungen.

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück bei Gabes Deli, direkt um die Ecke des Hotels. 

Danach wurde wieder einmal gepackt und es ging mit der U-Bahn zum Flughafen. Nun ja, nicht ganz bis zum Flughafen – zwischendrin mussten wir auf den Shuttlebus umsteigen, da unser Terminal nicht mit der U-Bahn zu erreichen war. Aber dank guter Beschilderung schafften wir auch das.

Als wir dann bei den Qantas-Automaten selbst einchecken wollten, ging das nicht. Online einchecken ging zwar, aber dann ging der Druck der Bordkarten nicht. Nach kurzer Verwirrung und einer Nachfrage bei einer sehr netten Mitarbeiterin klärte sie uns auf, dass wir zum Infoschalter mussten. Denn der Flug, den wir nach Melbourne nehmen würden, galt als international, da er aus London losgeflogen war und in Perth nur zwischenlandete.

Deswegen mussten unsere Dokumente nochmal separat geprüft und Vermerke auf unseren Bordkarten gemacht werden. Gesagt, getan – auch das verlief gut.

Da der Flug als internationaler Flug galt, mussten wir auch durch zwei Sicherheitskontrollen – die erste recht entspannt, wo man auch die Elektronik im Rucksack lassen durfte, die zweite dann strenger mit genauerem Check und Scanner – aber schließlich war auch das geschafft. Und irgendwann saßen wir am Gate, unsere Zeit an der Westküste Australiens war damit auch vorbei.

Und es hatte uns weit aus besser gefallen, als wir gedacht hätten – vor allem Perth hatte uns restlos begeistert. Eindeutig eine Stadt, in der man sich sehr gut vorstellen könnte zu leben … wenn sie nicht so verdammt weit weg von zuhause wäre.

Was wir auf unserem Roadtrip an der Ostküste Australiens erlebt haben, gibt es dann im nächsten Beitrag. (Hoffentlich ein wenig schneller als der letzte. Mea Culpa.)

Die Bilder von Rottnest Island trage ich im nächsten Beitrag nach. WordPress will gerade nicht so, wie ich möchte…