Neuseeland – Nordinsel

Die Fährfahrt zwischen der Nord- und der Südinsel Neuseelands wird öfter als eine „der schönsten Fährfahrten der Welt“ beschrieben. Und auch, wenn ich mir mit absoluten Aussagen schwer tue, kann ich verstehen, warum man es so betitelt. Wir hatten auch noch das Glück, an einem wirklich wunderschönen Tag mit blauen Himmel und Sonnenschein überzusetzen. (Na gut. Und es war windig. Und tendenziell eher kühl. Aber trotzdem wunderschön.)

Ein Highlight auf dieser Fährfahrt war eindeutig die Durchsage, dass jeder, dessen Vorname mit M beginnt, ein Gratisheißgetränk an Bord bekommen würde. Yay for being named Manu! Und so stapfte ich los zur Bar, legte meinen Ausweis vor und bekam meinen extra großen Chai Latte ausgehändigt. Meine Laune, die zu Beginn des Tages noch eher mäßig war, wurde direkt um etliche Prozentpunkte besser. Kleiner Einsatz, große Wirkung. Zwei Daumen hoch dafür.

Der Rest der Fahrt verlief unspektakulär spektakulär. In Wellington angekommen wägten wir unsere Optionen ab – entweder ÖV zum Hotel oder Uber. Aus Bequemlichkeitsgründen entschieden wir uns für das Uber. Ich weiß leider nicht mehr genau, wie teuer es war, aber für die relativ kurze Fahrzeit (10 – 15 Minuten) mussten wir doch recht in die Tasche greifen. Und die Begleitung ließ auch noch seine Mütze im Auto liegen. Von dem her – liebgemeinte 5/10 Punkte dafür.

Wir checkten im Ramada by Wyndham Wellington Taranaki Street ein und bezogen ein großes gemütliches Zimmer mit Waschmaschine und Trockner. Bevor wir aufbrachen, um die Stadt zu erkunden (zumindest ein wenig, weil wir beide recht müde waren) warfen wir dann auch noch die erste Ladung Wäsche an. Das war dringend nötig.

Wir machten einen kleinen Spaziergang in Richtung Hafen und besuchten das Te Papa Tongarewa – Museum of New Zealand. Der Eintritt kostete NZ$35 (ungefähr 20 Euro) und auch, wenn wir nur relativ kurz dort waren, lohnte es sich, um einen guten Einblick in die neuseeländische Kultur zu bekommen. Ich bin ja recht einfach zu begeistern, gerade, wenn es um Ausstellungen geht, bei denen man Dinge anfassen und nachfühlen kann. Daher war ich sehr begeistert und beeindruckt von dem Erdbeben Haus. Man stellt sich in ein kleines Haus, es wird ein Film abgespielt und dann wird ein Erdbeben simuliert. So bekommt man einen Eindruck davon, wie gruselig es sich anfühlen könnte, in so einer Situation zu stecken. Wenn man überlegt, dass in Neuseeland jährlich zwischen 14.000 – 15.000 Erdbeben passieren (davon 150 – 200 so stark, dass man sie fühlen kann)…

Danach benötigten wir (oder besser gesagt: ich) eine Stärkung und so beschlossen wir, Abendessen zu gehen. Unsere Wahl fiel auf einen Laden direkt um die Ecke vom Museum, das St. Johns Bar and Restaurant. Das Essen war lecker, das Bier war gut und die Bedienung sehr freundlich.

Auf dem Nachhauseweg fanden wir dann noch den weltgrößten Mjölnir (Thors Hammer), der einfach da auf einer Rasenfläche herumstand und beleuchtet war. Erst war ich ein wenig verwirrt, warum er da einfach so herumstand, aber schließlich fanden wir das Schild, auf dem stand, dass es sich um Werbung für eine Marvel Ausstellung im Takina Convention & Exhibition Centre handelte. Sehr cool gemacht, auf jeden Fall.

Der nächste Morgen brachte dann ein weiteres Highlight – eine Ganztagestour zum Thema „Der Herr der Ringe“. Denn, wie vermutlich die meisten wissen, wurde die Trilogie damals in Neuseeland gedreht und ein Teil auch in Wellington, dem Wohnsitz von Peter Jackson. Und daher ist es nicht verwunderlich, dass es nun inzwischen seit über 20 Jahren auch filmbezogene Touren gibt.

Wir buchten unsere Tour über GetYourGuide bei Wellington Rings Tour (Wellington: Original LOTR Ganztagestour mit Weta & Mittagessen) für insgesamt NZ$388 (ungefähr 210 Euro) und bekam dafür einen spektakulären Tag und einen tollen Guide – Grant. Er unterhielt uns auf den Fahrten zu den jeweilige Locations mit witzigen und interessanten Geschichten und Quiz zum Thema Herr der Ringe. Als eingefleischter Fan waren nicht alles neue Informationen, aber ein paar Sachen konnte ich auch lernen.

Wir besuchten unter anderem…

… den Wald, in dem die Szene mit der Verfolgungsjagd zwischen den Nazgul und den Hobbits im ersten Teil gedreht wurde

… den Platz, in dem sich die Hobbits vor den Nazgul unter einem Baumstamm versteckt haben (leider war der Baum damals nur Requisite, aber man kann noch ungefähr die Kuhle sehen)

… den Fluss, der zum Teil als Anduin benutzt wurde

… Bruchtal – und man, das ist ein verdammt kleines Areal gewesen. Davon war ich wirklich erstaunt

… den Baum, der für ein sehr bekanntes Legolas-Film-Poster benutzt wurde. Ich wurde dazu genötigt, den Baum für ein Foto zu umarmen, dabei stand ich nie auf Legolas, aber das hat niemanden interessiert 😦

… die Gärten von Isengart, in dem Saruman und Gandalf ihren Spaziergang machten und dabei hitzig diskutierten. Auch das durften wir nachstellen. Ich würde immernoch behaupten, dass an mir eine Schauspielerin verloren gegangen ist. (husthusthust)

… Weta Workshop – hier waren leider keine Fotos während der Tour erlaubt, aber man bekam einen guten Einblick in die Arbeit der Menschen dort und man durfte ganz viele Requisiten anfassen. Außerdem holte ich mir eines der T-Shirts von dort. Alleine schon, weil „Be creative and make cool stuff“ ein wunderbares Lebensmotto ist.

Am Abend ließen wir diesen erlebnisreichen Tag bei Mr. Go’s ausklingen – mit sehr leckeren Cocktails aus kreativen Gläsern und sehr leckeren vietnamesischen Essen.

Am nächsten Tag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von Wellington. Aber vorher ließen wir es uns nicht nehmen, noch mit dem Cable Car zum Botanischen Garten zu fahren, dort ein wenig spazieren zu gehen und noch ein verspätetes Frühstück zu uns zu nehmen.

Dann ging es zu unserem nächsten Stop – Ohakune. Und mir fällt gerade auf, dass ich kaum Erinnerungen an den Ort habe. Wir übernachteten in der Snoman Lodge & Spa, was okay war. Zumindest für die zwei Nächte, die wir geplant hatten, konnte man es doch aushalten. Das Abendessen, das wir im angeschlossenen Restaurant zu uns nahmen, war aber auch wirklich nur „okay“. Vermutlich sogar eines der schlechteren Essen auf der Reise. Aber gut, es machte satt und das war ja die Hauptsache.

Am Abend schauten wir uns noch „Black Sheep“ an, einer neuseeländischen Horrorkomödie, bei der die tollen und begabten MitarbeiterInnen von WETA Workshops mitgearbeitet hatte. Sehr unterhaltsam, aber auch ein wenig irre.

Am nächsten Tag wollten wir dem schlechten Wetter trotzdem und im Tongariro Nationalpark wandern gehen. Wir beschlossen den Tama Lakes Track zu gehen, einen ca. 18km Weg (oder zumindest bis zum Lower Tama Lake). Frohen Mutes zogen wir los und zunächst sah es auch wirklich gut aus. Allerdings wurde das Wetter nach den Taranaki Falls sehr schnell sehr viel schlechter – es regnete stark und Nebel zog aus, so dass die Sichtweise nur noch wenige Meter betrug. Wir haderten lange mit uns, aber entschlossen uns schlussendlich doch dazu, umzukehren. Das tat mir zwar schon ein wenig in der Seele weh, aber ich glaube immernoch, dass es die bessere Entscheidung war.

Wir stöberten anschließend noch ein wenig im Visitor Centre herum (und nutzten die Toilette) und da stand auch ein Schild, auf dem stand: „Make memories, not the 6 pm news.“ Und vermutlich sind wir daran vorbeigeschrammt. Auch schön von einem Schild validiert zu werden 🙂

Da wir aber noch nicht zurück in unsere Unterkunft wollten, machten wir noch einen Abstecher zu den Mangawhero Falls – oder besser bekannt auch als Gollums Pool in Ithilien. Ja genau, da wo Gollum im verbotenen Weiher badet und fast von Faramirs Männern abgeschossen wird.

Und weil wir immernoch nicht genug frische Luft geschnuppert hatten, machten wir uns auch noch auf, die Waitonga Falls zu besuchen, Neuseelands höchsten Wasserfall mit immerhin 39m. Der Weg dorthin verlief durch eine wirklich wunderschöne Landschaft und es machte unfassbar viel Spaß. (Auch wenn ich beim Aufstieg nach dem Wasserfall, auf dem Weg zurück, wiedermal ziemlich vor mich hinkeuchte. Aber gut.)

Am nächsten Tag ging es dann schon wieder weiter – Ziel des Tages war Matamata. Aber bevor wir wirklich dorthin kamen, hatten wir noch eine Mission. Da das Wetter deutlich besser war als am Tag zuvor fuhren wir nochmal in den Tongariro Nationalpark, um einen Blick auf den Ngauruhoe zu werfen – Herr der Ringe Fans besser bekannt als Schicksalsberg, oder Mount Doom. Und was soll ich sagen?

Da stand er plötzlich! Und er war wirklich wunderschön anzusehen. Sehr majestätisch mit einer unfassbaren Faszination. Ich hätte stundenlang dort stehen und ihn anschmachten können.

Wir beschlossen noch den Tawhai Falls Walk zu machen, der (ebenfalls) zu Gollums Pool führen sollte. Die 800m waren schnell gegangen und wir genossen den Wasserfall und schossen ein paar Erinnerungsfotos. Der perfekte Start in den Tag!

Unterwegs machten wir noch einen Stopp in Taupo – und zwar, weil es hier angeblich den „coolsten McDonalds der Welt“ geben sollte. Und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Und man muss schon sagen – man sieht nicht oft (oder besser: nie) einen McDonalds, der ein ausrangiertes DC3-Flugzeug im Hof stehen hat. Leider war die vegetarische Auswahl auf dem Menü recht bescheiden und das Innere des Flugzeugs (in dem auch Tische stehen und in dem man auch essen kann) war dreckig… daher beschlossen wir lieber an einem der normalen Tische zu essen. Aber eine coole Idee auf jeden Fall!

Nach einem hilfreichen Tipp von einer netten Userin auf Twitter holte ich mir in einer Pharmacy noch „Anthisan“, weil die schmerzhaften Stiche (oder Bisse?) der Sandmücken unerträglich geworden waren. Mein armer Knöchel war angeschwollen und es juckte wie die Hölle. Aber die Salbe schaffte das, was weder Fenistil noch mein Mückenstift geschafft hatte – es half! Unfassbares Wunderzeug.

Als nächstes besuchten wir noch das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, einem Besucherpark mit ca. 40 Hektar und 25 geothermalen Sehenswürdigkeiten. Ich kann gar nicht beschreiben, wie surreal sich dieser Besuch angefühlt hat. Man hat wirklich das Gefühl, man läuft durch außerirdisches Gebiet – alleine die Farben in den Kratern und Becken war unfassbar surreal. Und der Geruch… wer Problem mit Schwefel hat, sollte den Besuch besser noch einmal überdenken…

Schlussendlich schafften wir es doch noch in unser AirBNB in Matamata. Wir gingen noch ein paar Vorräte einkaufen (denn wir wollten die nächsten zwei Abende selber kochen), aßen zu Abend und fielen schlussendlich todmüde ins Bett. Das waren ganz schön viele Eindrücke gewesen!

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von – natürlich! – Herr der Ringe. Denn es stand der Besuch des Hobbiton Filmsets in Matamata auf dem Programm! Einer der Punkte, auf die ich mich am meisten gefreut hatte! Dementsprechend aufgeregt war ich auch.

Leider war das Wetter zu Beginn der Tour noch recht neblig, so dass man von der Landschaft gar nicht so viel mitbekam. Man wurde mit dem Bus vom Visitor Center zum eigentlichen Start der Tour gefahren und bekam im Bus bereits ein kleines Willkommensvideo. Unter anderem mit „persönlichen“ Grüßen und Worten von Peter Jackson und Ausschnitten aus den Filmen. Und, was soll ich sagen? Da purzelten bei mir das erste Mal die Tränchen vor Glück.

Und dann war man auch schon da. Mitten in Hobbinton! Das Set ist einfach gigantisch und genauso, wie man es aus den Filmen kennt. Unsere Guide führte uns vorbei an den berühmten Gebäuden – wie Bilbos Haus oder auch der Festwiese, auf dem sein Geburtstag stattfand – und zum Schluss gab es noch ein Gratisgetränk im Tänzelnden Pony. Das Wetter wurde schließlich auch besser und so konnte man am Seeufer sitzen und die ganze Kulisse in sich aufsaugen. Ich kann gar nicht so viel dazu sagen – man muss einfach dort gewesen sein. Und was dieser Besuch dort für mich bedeutet hat, kann vermutlich sowieso niemand wirklich nachvollziehen.

Zurück im Visitor Center verarbeiteten wir unsere Eindrücke und Erlebnisse (also: ich) noch bei einer Tasse Kaffee. Der angeschlossene Souvenirladen war dann aber doch eher eine Enttäuschung – sehr viel Kram und Kitsch, was ich sehr schade fand. Ein paar kleinere Dinge landeten zwar trotzdem in meiner Einkaufstüte, aber hier hatte ich mir viel mehr erhofft. Aber man(u) kann ja auch nicht immer alles haben…

Zurück im AirBNB musste ich erstmal ein Nickerchen machen – die ganzen Emotionen hatten mich dann doch erschöpft. Das Abendessen war Halloumi mit Salat, einfach, aber schmackhaft. Es muss ja nicht immer fancy sein …

Am nächsten Tag ging es dann auch schon weiter – und zwar zu unserem letzten Stopp in Neuseeland: Auckland. Hier sollten wir eine Nacht verbringen, bevor es weiter nach Französisch-Polynesien gehen sollte. Das Wetter wurde jedoch einfach immer schlechter – inzwischen gab es praktisch nur noch Dauerregen. Spontan beschlossen wir, dem Zealong Tea Estate einen Besuch abzustatten – Neuseelands einziger kommerziellen Teefabrik mit angeschlossenen Restaurant. Das Ganze wirkte unfassbar edel – und ich hatte ein wirklich ranziges Outfit an und kam mir dezent deplatziert vor. Die Angestellten ließen sich aber nichts anmerken und so genossen wir dort sehr leckere Scones und einen sehr leckeren Tee. Die Aussicht vom Restaurant aus muss spektakulär sein – leider war unsere Sicht wegen dem Wetter nur begrenzt.

Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Auckland. Nach dem CheckIn beschlossen wir spontan, noch eine Tour bei Weta Workshop Unleashed zu buchen, nachdem der Besuch in Wellington so viel Spaß gemacht hatte. Auch diese Tour war sehr spannend und sehr interaktiv. Man konnte sehr viele Dinge ausprobieren und anfassen und viele Fotos machen. Ein guter Zeitvertreib bei wirklich schlechten Wetter.

Unser Abschlussabendessen für Neuseeland gab es dann bei der (angeblich) besten Pizza Aucklands: Napoli Contemporanea pizzeria bar cucina – und was sollte ich sagen? Es *war* wirklich eine verdammt gute Pizza! Auch die Bedienung war super freundlich und am Schluss nahmen wir sogar noch ein Tiramisu zurück mit ins Hotel. Mit einem vollgestopften Food Bäuchlein gingen wir dann schlafen – das Sodbrennen danach war es wert…

Der nächste Tag startete dann weniger schön. Unser Flug nach Tahiti war gestrichen worden und wir wurden auf einen anderen Flug umgebucht, der jedoch 11h später abfliegen sollte. Damit verloren wir einen Tag auf Tahiti – und eine bereits bezahlte Nacht in unserem AirBNB. Das schlug mir etwas auf die Stimmung und auch die Aussicht, so viel Zeit am Flughafen zu verbringen, fand ich recht doof.

Aber was sollte man anderes machen?

Wir mussten das Auto schließlich auch zurückgeben und verbrachten dann wirklich unfassbar langweilige 11 Stunden am Aucklander Flughafen, bevor wir endlich einchecken durften. (Das ging online nämlich nicht. Man musste sich tatsächlich am Schalter anstellen.) Und da war dann der nächste Dämpfer für meine Laune – die Begleitung und ich bekamen Sitze, die nicht nebeneinander lagen. Da konnte selbst der leckere Veggie-Burger, den wir uns vor Abflug gönnten, nicht mehr helfen.

Aber wie das weiterging, erfahrt ihr dann im nächsten Beitrag.

Kia Ora Aotearoa – Willkommen in Neuseeland! (Südinsel) – Teil 2

In Queenstown angekommen erwartet uns ein weiteres Highlight unserer Reise – zum ersten Mal würden wir in einem Tiny House übernachten. Da Queenstown nicht gerade günstig ist, was Unterkünfte angeht, schien uns das wie ein guter Kompromiss. Auch, wenn wir ein wenig erstaunt darüber waren, dass das Tiny House im Garten eins ganz normalen Wohnhauses stand. Dank Hecke und Sichtschutz war jedoch volle Privatsphäre garantiert.

Wir folgten den Anweisungen der Gastgeber und erkundeten die Unterkunft. Was, bei 15qm relativ schnell ging, um ehrlich zu sein. Aber es war alles vorhanden – eine kleine Küchenzeile, ein Kühlschrank, ein Bad mit Toilette und Dusche und – auf der zweiten Ebene – ein grosses, sehr gemütliches Bett. Die Leiter, die dort hinauf führte, sollte mich noch desöfteren vor Probleme stellen, aber … nun ja. Irgendeinen Tod muss man eben sterben.

Was noch spektakulär war, war der Ausblick von der Terrasse aus. Man hatte einen guten Blick über den See und auf die Berge dahinter. Allein dafür hatte es sich schon gelohnt.

Nachdem wir das Gepäck abgestellt und uns kurz frischgemacht hatten, ging es auch schon ins Stadtzentrum – der Tag wollte schliesslich noch genutzt werden. Wir bummelten ein wenig durch die Innenstadt, schauten in die Schaufenster der verschiedenen Läden (nicht sehr überraschend, dass es hier extrem viele Outdoormarken gab – Queenstown gilt nicht umsonst als die Abenteuer-Hauptstadt der Welt) und gönnten uns schliesslich ein Abendessen im Irish Pub Pog Mahones.

Die Nacht war unfassbar erholsam – der einzige Wermutstropfen war, dass ich bei jedem Toilettengang Angst hatte, mir den Hals zu brechen. (Was nicht passiert ist.) (Immerhin.) (Wäre ganz schön doof für die weitere Reise gewesen.)

Zum Frühstück fuhren wir zum Five Mile Shopping Centre zu Billy’s Espresso – und eigentlich nur deswegen, weil es dort das (angeblich) beste Mandelcroissaint überhaupt geben sollte. Und – was soll ich sagen? Es war tatsächlich das leckerste Mandelcroissaint, das ich je gegessen habe. 10/10. Gerne wieder.

Anschliessend bummelten wir noch ein wenig an den verschiedenen Läden vorbei. Und auch hier gab es wieder so einige Outdoorgeschäfte zu finden. Ich wurde schwach, als ich eine reduzierte Leggins mit Taschen fand! (Bequemste Leggins, die ich je besessen habe.) Und dann wanderte noch ein (ebenfalls reduzierter) Hoodie in meinen Einkaufswagen, was ich damit rechtfertigte, dass es abends und nachts wirklich empfindlich kalt wurde. Unterer einstelliger Bereich. Also wirklich kalt.

Danach ging es wieder in die Innenstadt von Queenstown. Die Begleitung wollte nämlich heute noch einen Termin für einen Fallschirmsprung ausmachen. (Fallschirmspringen ist ja etwas, was noch nicht mal in den Top 1000 meiner favorisierten Aktivitäten auftaucht, aber ich unterstützte diese Begeisterung trotzdem.)

Während sich die Begleitung also aufgeregt und fröhlich daran machte, sein Leben zu riskieren, sass ich eine Weile im Starbucks, nuckelte an einem Kaffee und versuchte, mich auf die weitere Reiseplanung und Blogposting zu fokussieren. (Wie das lief, könnt ihr euch denken, nachdem ich jetzt erst – zwei Monate nach Rückkehr – am Beitrag für Neuseeland sitze.) Ich konnte meine Nervosität nicht so ganz verbergen, also schnappte ich schliesslich mein Getränk, schulterte meinen Laptop und versuchte die Aufregung mit einem Spaziergang am See und im angrenzenden Park abzubauen. Auch das funktionierte nur so semi-gut.

Irgendwann erhielt ich dann die Nachricht, dass beim Fallschirmsprung alles gut gelaufen war (yippih!) und nachdem die Begleitung wieder in der Stadt war, beschlossen wir, dieses Ereignis bei einem Burger zu feiern. Unsere Wahl fiel auf Fergburger, einer wahren Institution der Stadt. (Hat auch, aber nicht nur, damit zu tun, dass Ed Sheeran sie mal in seiner Instagram-Story erwähnte und sich die Burger von ihnen zu seiner Show in Dunedin liefern liess.)

Die Schlange war lang, aber nicht zu lang und so reihten wir uns unter die Wartenden. Irgendwann durften wir dann auch bestellen und selber testen, ob die Burger den Hype wert waren. Und, was soll ich sagen? Es war tatsächlich sehr lecker! Also, leider absolut zu empfehlen.

Den Rest des Tages liessen wir gemütlich ausklingen. Man muss sich ja auch mal schonen… 🙂

Am nächsten Tag beschlossen wir, das schöne Wetter zu nutzen und wandern zu gehen. Unsere Wahl fiel auf den Queenstown Hill Walkway, eine nicht allzu anstrengende, ungefähr dreistündige Wanderung, die teilweise durch einen schönen Pinienwald führt. (Ich keuchte beim Aufstieg trotzdem wie so eine alte Dampflok. Man wird einfach auch nicht jünger…)

Am Gipfel und Aussichtspunkt angekommen machten wir ein kleines Picknick und genossen die wunderschöne 360° Landschaft, die sich uns bot. Da schmeckte die Gipfelcola gleich doppelt so gut.

Nach ein paar obligatorischen Schnappschüssen und Selfies machten wir uns wieder auf den Abstieg (der übrigens deutlich leichter ging als der Aufstieg). Bald schon waren wir wieder am Auto und machten noch einen kurzen Abstecher zu einem riesigen Sequoia, der dort in der Nähe einfach in einem Wohngebiet steht. Dieser wurde 1870 gepflanzt und ist inzwischen (plus / minus) 46m hoch. Der musste natürlich gebührend bestaunt werden – und mir drängte sich die Frage auf, ob mein kleiner Sequoia, der momentan auf meinem Balkon steht, auch solche grossen Ambitionen hat.

Wir fuhren wieder in die Innenstadt und gönnten uns Kaffee, Chai Latte und Törtchen in The Bakery. War guter Durchschnitt, aber nichts, was ich jetzt unbedingt weiterempfehlen würde. Aber die Bedienung war sehr nett.

Und, weil der Spass ja niemals enden darf, beschlossen wir, dem Rat meiner besten Freundin Anne zu folgen und eine Runde Disc Golf im Queenstown Gardens zu spielen. Ich hatte auf der Website gelesen, dass man das Equipment dafür im Eisstadion ausleihen kann – was sich jedoch als nur halb-wahr herausstellte. Das ging nämlich nur in der Sommersaison. Im Herbst und Winter musste man dafür in einen kleinen Laden in der Innenstadt gehen. Gesagt, getan – wir holten uns die Frisbees ab, hinterlegten Pfand und machten uns dann daran, diese Sportart auszuprobieren.

Für alle, die keine Ahnung haben, was Disc Golf ist, hier eine kurze Einführung (von discgolf.ch):

Das Ziel vom Spiel ist einen Parcours (meist 9 oder 18 Bahnen) mit so wenig Würfen wie möglich zu beenden. Jede Bahn hat eine Abwurfstelle und ein Ziel, den Disc Golf Korb. Die Ketten halten den Flug vom Disc Golf Frisbee und dieser fällt in den darunter liegenden Korb. Die Anzahl Würfe wird notiert und man geht zur nächsten Bahn. Am Ende der Runde (…) werden die Würfe addiert und der Sieger ermittelt. Wer für die Runde am wenigsten Würfe brauchte, hat gewonnen.

Unnötig zu sagen, dass keiner von uns eine wirklich gute Figur abgab, oder? Aber es machte wahnsinnig viel Spass – auch, wenn wir es wohl niemals zum Champion schaffen würden.

Wir gaben die Frisbees wieder ab und liessen den Tag mit einem gemütlichen Abendessen zuhause ausklingen. Und sahen von der Terrasse aus einen wunderschönen Sternenhimmel, den wir diesmal auch mit der „richtigen“ Kamera auf Film bannen konnten.

Der nächste Morgen begann mit einem kleinen, unfassbar gesunden (hust) Frühstück zuhause (Saft und ein Kitkat), dann gab es ein deftigeres zweites Frühstück mit einem Breakfast Burrito im Hustl Cafe (erneut im Five Mile Shopping Centre). Aber nicht nur aus reiner Freude am Essen gehen (aber auch), sondern weil es dort um die Ecke einen Waschsalon gab und wir dringend Wäsche waschen mussten. Also liessen wir es uns gutgehen, während die Wäsche seine Runden drehte und holten sie anschliessend ab. (Es war nicht der schönste Waschsalon, aber auch nicht der Schlechteste. Aber teuer war er auf jeden Fall.)

Da es ziemlich fies regnete, suchten wir uns ein paar Indooraktivitäten heraus. Und entschieden uns direkt für mehrere bei King Pin Queenstown. Dort hat man die Wahl zwischen diversen lustigen Aktivitäten – und wir entschieden uns für Karaoke, Bowling und Tischtennis. Die heilige Dreifaltigkeit.

Und, weil sie beim Karaoke unsere Getränkebestellung verbummelt hatten, bekamen wir noch einen 20 Dollar Gutschein für die hauseigene Spielhalle. Wir waren also bestens für ein paar Stunden beschäftigt und hatten sehr viel Spass. (Und man singt bei Karaoke nüchtern übrigens nur halb so gut wie angesäuselt. Oder so.)

Zur Stärkung gab es einen kleinen Snack bei Devil Burger. Die Burger waren zwar auch gut, aber nicht ganz so gut wie die bei Fergburger. Muss man leider so sagen.

Und danach war es Zeit für Wellness – zumindest für mich. Ich hatte einen Termin im Harmony Spa gebucht, um mir die Wimpern färben, die Augenbrauen zupfen und die Fingernägel lackieren zu lassen. Und mit dem Ergebnis war ich tatsächlich richtig zufrieden. Man fühlte sich direkt ein wenig hübscher.

Der restliche Abend verlief gemütlich und entspannend in den „eigenen“ vier Wänden.

Am nächsten Tag hiess es Abschied nehmen von Queenstown. Und das fiel uns beiden tatsächlich nicht so einfach. Wir hatten die Stadt in der kurzen Zeit schon sehr ins Herz geschlossen und hätten vermutlich noch eine Weile bleiben können. Aber die Strasse rief – und Twizel, was das Ziel des Tages werden sollte.

Also packten wir unsere Siebensachen wieder ein (so langsam war das ja zur Routine geworden) und beluden das Auto. Aber was fehlte war – natürlich, Kaffee! Also beschlossen wir in die Bäckerei von Fergburgers zu gehen und uns dort mit Kaffee und Frühstück einzudecken. Erwies sich als eine hervorragende Wahl – die Auswahl war gross und es schmeckte alles sehr lecker. Da tat die Weiterfahrt dann nicht mehr ganz so weh.

(Ja, okay, wen versuche ich hier zu veräppeln. Das Herz tat trotzdem weh.)

Wir machten einen kurzen Stopp in Arrowtown, angeblich eine der malerischten Siedlungen Neuseelands. Die Stadt wurde 1862 (auf dem Höhepunkt des Goldrausches) gegründet und heute sind noch rund 60 der damals gebauten Gebäude erhalten und restauriert. Ich muss sagen, dass es mich nicht wirklich abgeholt hat. Es war okay, aber schon seeehr touristisch und auch überlaufen. Der Indian Summer, der sich in den Wäldern drumherum abzeichnete, war jedoch sehr schön anzusehen. Dafür hat es sich dann doch gelohnt.

Man kann sagen, was man möchte, aber spektakuläre Landschaften können die Neuseeländer, wie wir bei der Fahrt mal wieder bemerkten. Alleine die Fahrt auf den Pass mit den Serpentinen und den massiven Bergen drumherum lohnte sich schon.

Dann besuchten wir noch den Wanaka Baum (bei eher mässigen Wetter), einer Weide, die mitten im Lake Wanaka steht. Angeblich der berühmteste Baum Neuseelands. Und zwar so berühmt, dass Schutzmassnahmen eingeleitet werden mussten, um ihn zu erhalten, da Touristinnen und Touristen begannen, auf dem Stamm und den Ästen herumzuklettern, um Fotos zu machen. Wir bestaunten den imposanten Baum daher brav vom Ufer aus und schossen ein paar Erinnerungsfotos. Hoffentlich darf die schöne Weide dort noch lange stehen.

In Omarama machten wir noch eine ausgedehnte Kaffeepause im The Wrinkly Rams, wo wir anschliessend auch noch durch den angrenzenden Laden stöberten. (Und ich mal wieder dem Impuls widerstehen musste, alles zu kaufen, was auch nur ansatzweise süss war. Und das war viel.)

Das Airbnb war wieder im Garten eines Privathauses, angrenzend zur Garage. Die Bewohner schienen nicht zuhause zu sein, doch dank kontaktlosen CheckIn war das kein Problem. Die Unterkunft bestand aus einem Wohn- und Schlafzimmer und einem angrenzenden Bad mit Dusche. Völlig ausreichend.

Ansonsten schien in Twizel jedoch nicht so viel los zu sein – und auch das Wetter war eher ungemütlich. Also machten wir uns auf die Suche nach Abendessen und landeten bei Mint Folk & Co, einem sehr gemütlichen Restaurant mit leckerer Küche. Und vollgestopft mit Einheimischen.

Beim Aufstehen am nächsten Tag müssen wir leider einsehen, dass wir die geplante Wanderung aufgrund von wirklich beschissenem Wetter absagen müssen. Also muss ein Alternativprogramm her. Nach einem sehr gemütlichen Morgen und einem kleinen Frühstück zuhause fahren wir zu High Country Salmon, einer Lachsfarm in der Nähe, und teilen uns eine gemischte Platte mit den Spezialitäten des Hauses. Auf der Terrasse. Im strömenden Regen. Nur geschützt durch ein paar Schirme. Aber lecker war es trotzdem. (Und anscheinend ist es ein beliebter Spot für Touristen aus aller Welt. So viel verschiedene Sprache habe ich schon lange nicht mehr auf einem Platz gehört.)

Irgendwann hörte dann sogar der Regen auf und wir konnten direkt zu unserem nächsten Stopp, den Hot Tubs Omarama. Was gibt es Besseres, als bei diesigen, ungemütlichen Wetter in wohlig warmen Wasser zu sitzen, komplette Privatsphäre zu geniessen und dabei noch auf eine traumhafte Kulisse zu schauen?

Eben!

Zwei Stunden später sind wir warm, weich und formbar und müssen erstmal ein kleines Nickerchen in der Unterkunft einlegen, bevor es zum Abendessen in die Ministry of Work Bar & Eatery geht. Mit einem Bierchen im Bauch (und nur ein bisschen geteilten Fingerfood – der Snack auf der Lachsfarm war reichhaltiger als gedacht) schlummerten wir schliesslich selig ein.

Als ich am Morgen aufwache und verschlafen auf Toilette gehe, stelle ich noch nichts Ungewöhnliches fest. Ausser, dass es draussen wirklich wie aus Eimern schüttet. Als ich dann jedoch meine Hände waschen möchte, werde ich stutzig. Es kommt nämlich kein Wasser aus dem Wasserhahn. Da stehe ich nun mit meinen eingeseiften Händen und weiss nicht so ganz weiter. Ich wasche mir die Seife mit meinem Mineralwasser ab und nehme dann mein Handy zur Hand, um zu googlen, was denn hier bitte los ist.

Und Bingo, meine Googlesuche hat Erfolg.

In der Gegend gibt es geplante Reparaturarbeiten an den Wasserrohren und deswegen wurde das Wasser abgestellt.

Wovon wir nichts wussten. Niemand hat uns informiert und so stehen wir da – ohne fliessend Wasser.

Dementsprechend genervt fällt auch die Mail an unsere Vermieter aus. Diese sagen zwar, dass sie davon auch nichts wussten und auch nicht informiert wurden, aber das hilft uns ja auch nichts. Nach einer kurzen Katzenwäsche und Zähneputzen aus unseren Wasserflaschen packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf die Weiterfahrt. Die Laune ist eher mässig – vor allem auch, weil das nächste Cafe relativ weit entfernt ist. Nämlich erst in Lake Tekapo, ungefähr 45min entfernt. Aber schlussendlich trudeln wir dort auch ein und frühstücken gemütlich im The Greedy Cow Cafe. Und das besänftigt unsere aufgehitzten Gemüter ein wenig – das Essen ist nämlich wirklich lecker.

Der nächste Stopp ist dann knappe drei Stunden später in Springfield. Und dort wartet eine lustige kleine Überraschung – ein überdimensionaler Donut, der dort einfach im Park herumsteht! Wie wir später lernen, wurde dieser Comic-Donut von 20th Century Fox dorthin gestellt, um „The Simpson Movie“ zu promoten. Ein kleines Highlight direkt am Wegesrand.

Der Rest der Fahrt ist ziemlich spektakulär – und das lag zum grossen Teil an den (zum Teil leicht) nebligen Verhältnissen bei der Fahrt durch Regenwald über den Arthurs Pass. So toll die Landschaft jedoch war, umso weniger Möglichkeiten gibt es, um anzuhalten, um etwas zu essen. Genau so war meine Laune dann auch, als wir endlich bei unserem Stopp für die Nacht – Greymouth – ankamen. Und sie wurde noch ein wenig schlechter, als wir realisierten, dass das angestrebte Cafe bereits geschlossen hatte.

Wir beschlossen erstmal in unserem Airbnb einzuchecken und das Gepäck zu verstauen. Wir hatten eine Unterkunft auf einer kleinen Farm gemietet – und das entpuppte sich als eine riesige Wohnung mit mehreren Zimmern und einem Kamin. Und vollgestopft mit vielen kleinen merkwürdigen Dekoartikeln. Aber seht selbst…

Anschliessend beschlossen wir, etwas gegen meinen „hangry“-Status zu unternehmen und gingen ins Speights Ale House Burger essen und Cocktails trinken. Und danach ging es mir tatsächlich bedeutend besser.

Zurück in der Wohnung bemerkten wir, dass es nachts doch empfindlich kalt wurde. Also warfen wir nicht nur die Heizdecken im Bett an, sondern auch den Kamin. (Sorry, Herr Kachelmann.) Der restliche Abend verlief gemütlich und irgendwann schliefen wir angedüselt und zufrieden ein. Und dank den Heizdecken war uns die ganze Nacht über mollig warm. Hach!

Am nächsten Morgen hiess es dann wieder – zusammenpacken, Auto beladen und weiterfahren. Wir hatten nämlich ungefähr 350km vor uns liegen – zu unserem letzten Stopp auf der Nordinsel: Picton. Von dort aus würden wir am nächsten Tag die Fähre nach Wellington nehmen.

Auf dem Weg nach Picton machten wir einen ausgedehnten Spaziergang bei den Pancake Rocks, was nicht nur dem Rücken, sondern auch dem Gemüt gut tat. Der Rest der Fahrt verlief angenehm unspektakulär. Das Einchecken im Hotel verlief ohne Probleme, allerdings mussten wir ein paar Mal laufen, um alle Dinge aus dem Auto ins Zimmer zu bringen. Es hatten sich nämlich ein paar Dinge über die letzten zwei Wochen im Fahrzeug angesammelt… Es stellte sich auch als spassiges Unternehmen heraus, alles wieder in die Rucksäcke zu pressen. Das Auto würden wir morgen nämlich am Hafen abgeben und uns auf der Nordinsel ein Neues mieten.

Abendessen gab es in der Nähe vom Hafen, bei Oxleys Bar & Kitchen (wo es nicht nur Livemusik gab, sondern ich mich auch hoffnungslos underdressed fühlte).

Am nächsten Morgen war ich ein wenig pissig (und ich glaube bis heute, dass es dafür gar keinen richtigen Grund gab), als wir unser Gepäck ins Auto luden und zum Hafen fuhren. Die Rückgabe verlief problemlos und auch das Einchecken des Gepäcks für die Fähre war schneller erledigt, als gedacht.

Wir mussten noch ein wenig Zeit bis zum Boarding totschlagen, also drehten wir eine Runde am Hafen und gönnten uns dann noch ein Frühstück bei Toastie Picton mit Grilled Cheese und Limonade. Meine Laune wurde dadurch auch sehr schnell sehr viel besser. (Vielleicht war ich auch einfach nur hangry gewesen. Mal wieder.)

Dann flätzten wir uns im Wartebereich der Fähre auf einem Sofa herum, bis wir irgendwann an Bord gehen durften. Und was wir dort – und auf der Nordinsel generell – erlebten, dürft ihr im nächsten Blogbeitrag lesen.

Bis dahin! 🙂

Kia Ora Aotearoa – Willkommen in Neuseeland! (Südinsel) – Teil 1

Der nächste Stopp der Reise war wohl derjenige, auf den ich mich am meisten freute. Einem Land, das ich seit 2001 besuchen wollte, nachdem ich den ersten Teil der „Der Herr der Ringe“-Trilogie gesehen hatte.

Neuseeland.

Und deswegen verbrachten wir hier auch die meiste Zeit – ganze drei Wochen sollten wir uns auf den beiden Inseln herumtreiben. Und begonnen hat dieser Teil der Reise für uns auf der Südinsel, genauer gesagt in Christchurch.

Christchurch ist die zweitgrößte Stadt in Neuseeland (was die Einwohnerzahl angeht) und wurde durch das Erdbeben im Jahr 2011 schwer getroffen.

Der erste Tagesordnungspunkt nach Landung (und dem obligatorischen Selfie vor dem Christchurch-Schriftzug) war, eine SIM-Karte zu kaufen. Der Herr am Stand war sehr freundlich, allerdings dauerte die Aktivierung eine gefühlte Ewigkeit. Dann mussten wir nur noch den Mietwagen klarmachen und dann ging es los zum Motel. Der Empfang war verhalten und nicht sonderlich freundlich – da waren wir von Australien tatsächlich sehr verwöhnt…

Das Zimmer war dafür relativ groß und es gab sogar eine Information zum Verhalten im Falle eines Erdbebens. Hinterließ ein leicht mulmiges Gefühl.

Abendessen gab es dann in der Little High Eatery mit Burger und Bier. Sehr, sehr lecker, aber auch sehr gut besucht. Zufrieden und vollgefressen ließen wir den Abend im Botanischen Garten ausklingen. Und bewunderten auf dem Rückweg zur Unterkunft die Streetart, die es einfach überall in der Stadt zu geben schien. Sehr beeindruckend!

(Den restlichen Abend verbrachten wir noch damit, Wäsche zu waschen. Aber für so eine Beschreibung seid ihr ja nicht hier, also belasse ich es bei diesen zwei Sätzen.)

Der nächste Morgen begann schon früh. Es hieß zusammenpacken und das Auto beladen. Und dann machten wir einen Abstecher zum Riverside Market. Allerdings waren wir so früh dort, dass noch kaum eines der Geschäfte offen hatten. Ups! Immerhin Kaffee konnten wir ergattern und ein wenig schlendern ging auch. Mit einem warmen Getränk bewaffnet trotzten wir der kühlen Luft (schließlich ging es hier bereits stramm auf den Herbst zu) und bummelten durch die noch recht verschlafene Innenstadt. Dabei konnten wir auch einen Blick auf die historische Tram werfen, die sich durch die Straßen schlängelte.

Irgendwann mussten wir uns auf den Weg zum Brunchen machen – schließlich war Ostermontag und wir hatten einen Tisch im Hello Sunday reserviert, um das (angeblich sehr gute) Frühstück zu testen. Also flitzten wir dorthin und genossen (unter anderem) richtig gute Breakfast Tacos. Die Reservierung hatte sich auf jeden Fall gelohnt!

Anschließend ging es nochmals zum Riverside Market – es störte uns doch ein wenig, dass wir praktisch nichts gesehen hatten. Und zum Glück war es inzwischen deutlich belebter und alle Läden und Stände hatten offen. Und es gab ein paar lustige Osteraktionen (natürlich für die Kinder, hust) – unter anderem drehte der Osterhase seine Runden und verteilte Süßigkeiten und posierte für Fotos. Sehr süß!

Nachdem wir uns sattgesehen (und einen Snack für die Fahrt eingekauft) hatten, ging es für uns weiter – und zwar nach Dunedin. (Und ich hoffe, ich bin nicht die Einzige, die ständig Dunedain denkt und deswegen auch immer direkt Herr der Ringe–Assoziationen hat?)

Angekommen in Dunedin war es noch zu früh, um im Motel einzuchecken, also beschlossen wir, zum Pilots Beach zu fahren, um zu sehen, ob wir Pinguine entdecken würden. Die kleinen Zwergpinguine (blue penguins) sind nur etwa 25cm groß und wiegen ungefähr 1 Kilo. Und wir sind uns bis heute nicht sicher, ob wir welche gesehen haben oder nicht. Aber vielleicht ein Grund, doch wieder hinzufahren?! 🙂

Nachdem wir uns an der wunderschönen Landschaft und den vielleicht-vielleicht-auch-nicht-Pinguinen sattgesehen hatten, checkten wir in unserem Motel für die Nacht ein. Eine sehr tolle Unterkunft auf zwei Ebenen mit viel Platz. Perfekt für mich, die die Gabe hat, innerhalb von fünf Minuten Chaos zu verbreiten. Und das, obwohl ich nicht mal sooo viel Gepäck dabei hatte. Es ist ein Talent.

Und, was uns hier so richtig auffällt ist, wie viel kälter es ist, im Vergleich zu Australien. So kalt, dass wir sogar die Heizung aufdrehen mussten. Darf ich die 28 Grad nochmal sehen?

Aber gut, nur die Harten kommen in den Garten und so fuhren wir noch zum Sandfly Bay Wildlife Refuge, um ein wenig zu spazieren und Seelöwen zu beobachten. Ein kleiner Trampelpfad führte uns hinab zum Strand und durch die Dünen – direkt vorbei an einem Seelöwen, der einfach so im Weg rumlag. Und oh mein Gott, die sind ganz schön groß. Ich hatte tatsächlich etwas Angst und machte einen weiteren Bogen, als vermutlich nötig gewesen wäre. Aber man kann ja nie wissen, ne?

Am Strand gab es wirklich VIELE Seelöwen. Und man konnte einfach da sitzen und sie aus sicherer Entfernung beobachten. Und das alles zusätzlich noch vor einer wirklich spektakulären Kulisse. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte man dort ewig sitzen bleiben können. Und (mal wieder) verfluchte ich, dass ich im Vorfeld nicht mehr Energie hineingesteckt habe, um mehr und besser fotografieren zu können. (Etwas, was seitdem aber auf meiner ToDo-Liste steht.) Also mussten die Handyschnappschüsse erstmal reichen. Aber auch die sind schon sehr schön geworden.

Nachdem wir reichlich durchgefroren und angemessen fasziniert waren, gab es zum Abendessen noch eine Pizza bei Poppas Pizza (nachdem er eigentlich angestrebte Italiener geschlossen hatte). (Und ich erwähne extra nicht, dass sich zwei Einheimische einfach vorgedrängelt hatten, während wir darauf warteten, unsere Bestellung aufzugeben. Nein, nein.)

Am nächsten Morgen hieß es wieder packen und dann machten wir los nach Invercargill. Also, nicht direkt, denn vorher ging es noch zur steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street. Das war wirklich aufregend – und wir waren nicht die Einzigen, die Fotos machten und einmal hoch- und wieder runterfuhren. Ein schönes, unerwartetes Erlebnis.

Und danach ging es immer noch nicht direkt nach Invercargill, denn erst musste noch Frühstück her. Ich weiß leider nicht mehr, wie das Café hieß, in dem wir aßen, aber ich weiß noch, dass es Grilled Cheese mit Kohl und Kartoffelchips gab.

Frisch gestärkt beschlossen wir dann spontan, noch einmal unser Glück mit den Zwergpinguinen zu versuchen und fuhren zu den Blue Penguins Pukekura.

Doch auch hier waren wir zur falschen Tageszeit unterwegs und wir sahen wieder keine Pinguine. (In der Dämmerung kommen die kleinen Pinguine vom Meer zurück in ihre Behausungen am Strand und in den Dünen. Offenbar jedes Mal ein unglaublich niedliches Spektakel. Das wir leider verpassten.)

Dafür konnten wir Robben sehen (sogar ein kleiner, erstaunlich lauter) Heuler und ein paar Albatrosse. (Glaubten wir zumindest. Zumindest waren wir an der einzigen Festlandbrutkolonie der Albatrosse.)

Aber dann ging es nach Invercargill. Also – fast. Ein kleiner Stopp an den McLean Falls musste sein.

Nach einem zwanzigminütigen Spaziergang und ein paar (vielen) Treppen standen wir vor dem 22m hohen Wasserfall und genossen den Anblick. Nach einer kleinen Verschnaufpause und den obligatorischen Fotos ging es dann zurück zum Auto – und dann ging es wirklich nach Invercargill!

Dort bezogen wir unser Zimmer für die nächsten zwei Nächte im Ibis und waren sehr erstaunt, wie sauber das Zimmer war. Von Ibis Hotels hört man ja manchmal die ein oder andere Gruselgeschichte. Aber hier – absolut positiv. Bis auf den leicht merkwürdigen Geruch nach Desinfektionsmittel im Zimmer. Aber das war verschmerzbar.

Zum Abendessen gab es thailändisch bei Thai Opal auf der High Street und dann hieß es ausruhen und die Erlebnisse und Eindrücke des Tages verarbeiten. Auch das muss sein.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Bluff, dem südlichsten Punkt der Südinsel. Unsere erste Anlaufstelle war der Stirling Point, der das Ende des State Highway 1 darstellt. (Der State Highway 1 ist mit 2047 Kilometern die längste Straße Neuseelands, die das Land vom Norden der Nordinsel bis zum Süden der Südinsel längs durchläuft.)

Vor dem Wegweiser mit den verschiedenen Punkten machten wir ein paar typische Touristenfotos (und waren definitiv nicht die Einzigen mit dieser Idee) – und wir stellten fest, dass Badener einfach überall anzutreffen sind. Es war sehr windig, deswegen machten wir nur einen kleinen Spaziergang zum kleinen Leuchtturm (der Stirling Point Light Beacon Station) und bewunderten die einheimischen Vögel, die wir dabei trafen.

Danach fuhren wir zum Bluff Hill Lookout, was eine wirklich spektakuläre Übersicht über die Landschaft gab. Leider war das Wetter eher regnerisch und grau – bei blauen Himmel sieht das Ganze sicherlich nochmal ein Stück spektakulärer aus.

Die viele frische Luft machte hungrig, also fuhren wir zu Fowlers Oysters, einer Institution im Ort. Dort gönnten wir uns Fish & Chips und die berühmte Bluff Auster.

Ich habe sie selbst nicht probiert, aber habe mir sagen lassen, dass es ganz lecker war.

Danach gab es einen Verdauungsspaziergang auf dem Greenpoint Domain & Ships Graveyard, wo man Wracks beobachten konnte, die hier hingeschleppt wurden. Es war tatsächlich eine etwas merkwürdige Stimmung – es fühlte sich wirklich ein wenig wie ein Friedhof an.

Wie die guten Deutschen, die wir nun mal sind, gab es anschließend Kaffee und Kuchen im Cafe der Bill Richardson Transport World – dem The Grille Cafe. Eine absolute Empfehlung!

Nicht nur waren die Menschen unglaublich nett, der Kaffee war zudem sehr lecker, die Toilette selbst war eine Erfahrung wert und die gesamte Einrichtung war cool.

Nach einer Verschnaufpause im Hotel – inzwischen war es auch schon später geworden – gönnten wir uns einen kleinen Snack zum Abendessen. Und zwar einen Dürüm im Kebab Shop – Turkish Kebabs. War lecker, aber man darf es mit nichts vergleichen, was man so in Deutschland bekommt. Auf jeden Fall auch eine Erfahrung.

Der nächste Tag beginnt mit Frühstück im Black Shag Boutique Cafe auf der High Street. (Und falls ihr jetzt denkt: Mensch, die ist aber ständig nur am essen – da habt ihr nicht ganz unrecht. Kulinarisches Erleben fremder Länder nenne ich das.)

Um die zu sich genommenen Kalorien wieder abzutrainieren, ging es anschließend in den Botanischen Garten, der nicht nur viele Pflanzen, sondern auch einen kleinen Streichelzoo und ein Denkmal für Burt Munro hatte. Außerdem einen schön angelegten Spielplatz mit Schaukeln (yay!) und jede Menge Fliegenpilze. (Was einem nicht so alles auffällt…)

Ausgetobt ging es dann auf den Weg nach Manapouri, unserem Ziel für den Tag. Am Monkey Island Beach machten wir einen kleinen Stopp zum Verschnaufen – und, um die wunderschöne Landschaft einzusaugen. Zudem gab es sehr saubere öffentliche Toiletten und jede Menge Wind. Also, am Strand. Nicht auf den Toiletten.

Natürlich mussten wir das danebenliegende Orepuki Beach Cafe testen. Dort gab es wirklich leckeres Essen, das lecker abgeschmeckt war – dafür waren die Preise ziemlich gesalzen.

Den Schock über die Rechnung verdauten wir mit einem Spaziergang am Gemstone Beach, wo ich sehr (!) viele Steine gesammelt habe.

Der nächste Stopp war an der Clifden Suspension Bridge. Dazu kann ich jetzt nicht so viel erzählen – ist halt eine Hängebrücke, über die man drüberlaufen kann. Aber in einer sehr schönen Landschaft gelegen.

Unser AirBNB erreichten wir schließlich auch irgendwann – eine kleine Einliegerwohnung in einem Privathaus, nur einem Steinwurf vom Lake Manapouri entfernt. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und konnten uns dann erstmal ein wenig ausruhen.

Aber nicht zu lange, denn schon ging es weiter zu einem der Drehorte der Herr der Ringe Filme. Und zwar zu einem Punkt, wo Aufnahmen vom Fluss Anduin gemacht wurden. Man musste zwar illegal am Straßenrand (einer ziemlich staubigen Schotterstraße) parken und sich dann durchs Gebüsch schlagen, aber das war es wert. Hat mich sehr glücklich gemacht, dieser erste kleine Einblick in die Welt von Herr der Ringe.

Anschließend fuhren wir noch weiter nach Te Anau, um ein wenig Proviant zu kaufen. Das Abendessen war Mac & Cheese mit Salat, während wir den ersten Teil der Herr der Ringe Trilogie auf Netflix schauten. Ein perfekter Abschluss für diesen schönen und erlebnisreichen Tag.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon verhältnismäßig früh, denn wir hatten beschlossen ein wenig wandern zu gehen. Und die Wahl war auf einen Teil des Kepler Tracks gefallen (wohl einer der bekanntesten Wege in dieser Gegend). Wir wollten aber nur bis zur Moturai Hut laufen – hin und zurück ungefähr 3h. Und die Wanderung war wirklich wunderschön und nur mäßig anstrengend. Das Schlimmste war wohl die Hängebrücke, über die man zu Beginn laufen musste. Aber das ist nur mein Empfinden…

An der Moturai Hut angekommen frühstückten wir das mitgebrachte Vesper – und wurden dabei von unzähligen Moskitos belagert. Also verweilten wir nicht allzu lange dort und machten uns auf den Rückweg.

Zurück in Manapouri gönnten wir uns ein Heißgetränk (hust, Chai Latte, hust) beim Manapouri Cafe & Dairy und schlenderten damit zum See und genossen die wunderschöne Bergkulisse. Allerdings wurde auch dies relativ kurz gehalten, denn wir wurden von Sandmücken attackiert. (Und wenn ich attackieren sage, meine ich attackiert. Ich musste mir extra eine Salbe aus der Drogerie holen, weil die Stiche nicht nur schmerzhaft waren, sondern auch unglaublich juckten und anschwollen. Sehr unangenehm. Liebgemeinte 2 Punkte.)

Gegen Spätnachmittag war es dann noch Zeit für ein weiteres Highlight – einem Ausflug zu den Te Anau Glowworm Caves. Um dorthin zu gelangen gab es eine schöne Bootsfahrt (bei untergehender Sonne ein doppelter Genuss). Bevor man sich in die Glühwürmchen-Höhle stürzen konnte, gab es noch eine kurze Präsentation des Teams und dann wurde man in Kleingruppen durch das Höhlenlabyrinth geführt. Und dann gab es noch eine zehnminütige (?) Bootsfahrt durch die komplett dunkle Höhle, so dass man die Glühwürmchen beobachten konnte. Es fühlte sich ein wenig so an, wie durch den Kosmos zu schweben und die Sterne zu beobachten. Unglaublich schön und magisch. Eines meiner Highlight der gesamten Reise.

Und außerdem lernte ich noch, dass Glühwürmchen eher Glühmaden heißen sollten. Und dass sie nicht unbedingt die nettesten Tierchen sind, wenn sie von ihren Nachbarn genervt werden. Und dass sie bei Motten als erstes die Augen fressen.

Zum Abendessen gab es italienisch – Pizza! Bei Ristorante Pizzeria Paradiso, wo wir übrigens nicht die einzigen Deutschen waren.

Auf dem Rückweg nach Manapouri gab es noch ein weiteres Highlight. Und zwar hielten wir am Straßenrand (mitten in der Einöde) an und konnten den schönsten Sternenhimmel betrachten, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Man sah sogar die Milchstraße. Ich habe immernoch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke. (Das Handy konnte diesen unfassbar schönen Anblick leider nicht auf ein Foto bannen, daher gibt es dieses Erlebnis nur noch in meiner Erinnerung. Um das selbst zu sehen, solltet ihr selber dorthin fahren. Kleiner Protipp von mir.)

Der nächste Morgen begann – mal wieder – mit Packen und Auto beladen. Denn heute hatten wir ein volles Programm. Nicht nur, dass es heute nach Queenstown gehen sollte, nein. Wir hatten uns überlegt, dass wir einen „kurzen“ Abstecher nach Milford Sound machen. (Was übrigens überhaupt nicht auf dem Weg lag, aber … yolo und so, ne?)

Milford Sound ist eine der bekanntesten Touristenattraktionen des Landes und gehört sogar zum Weltnaturerbe der UNESCO. Außerdem wurde es auch schon als das „achte Weltwunder“ betitelt.

Da hing die Latte der Erwartungen natürlich extrem hoch!

Alleine für die Fahrt dorthin lohnte es sich jedoch. Man durchquerte eine beeindruckende Bergkulisse – inklusive Tunnel – und landet dann direkt am Sound. (Also, fast direkt – am Parkplatz zumindest.) Und auf dem Parkplatz sahen wir dann auch noch Wekas. Auch ein tolles Erlebnis!

Wir hatten eine zweistündige Bootstour bei Pure Milford gebucht und warteten geduldig auf Boarding. Und ich weiß gar nicht, wie man diese Bootsfahrt beschreiben soll. Magisch – das auf jeden Fall. Und sehr beeindruckend. Und ein wenig überfordernd. Diese ganzen Eindrücke und Wasserfälle und Tiere, die man sehen konnte… und dann wurden wir auch noch von Delfinen begleitet. Es war wunderschön und die Zeit verging viel zu schnell. (Übrigens war es auch verdammt kalt. Das darf man ja auch mal sagen.)

Völlig geflasht gingen wir von Bord und gönnten uns dann noch ein Heißgetränk zum Aufwärmen, bevor wir dann (diesmal wirklich) nach Queenstown fuhren. Aber auch der Weg dorthin war ein Erlebnis für sich. Ich habe sehr viele Fotos gemacht.

So, soviel zum ersten Teil des Berichtes über die Südinsel Neuseelands. Was wir in Queenstown – und dem Rest der Südinsel – getrieben haben gibt es dann im nächsten Beitrag!