Kia Ora Aotearoa – Willkommen in Neuseeland! (Südinsel) – Teil 2

In Queenstown angekommen erwartet uns ein weiteres Highlight unserer Reise – zum ersten Mal würden wir in einem Tiny House übernachten. Da Queenstown nicht gerade günstig ist, was Unterkünfte angeht, schien uns das wie ein guter Kompromiss. Auch, wenn wir ein wenig erstaunt darüber waren, dass das Tiny House im Garten eins ganz normalen Wohnhauses stand. Dank Hecke und Sichtschutz war jedoch volle Privatsphäre garantiert.

Wir folgten den Anweisungen der Gastgeber und erkundeten die Unterkunft. Was, bei 15qm relativ schnell ging, um ehrlich zu sein. Aber es war alles vorhanden – eine kleine Küchenzeile, ein Kühlschrank, ein Bad mit Toilette und Dusche und – auf der zweiten Ebene – ein grosses, sehr gemütliches Bett. Die Leiter, die dort hinauf führte, sollte mich noch desöfteren vor Probleme stellen, aber … nun ja. Irgendeinen Tod muss man eben sterben.

Was noch spektakulär war, war der Ausblick von der Terrasse aus. Man hatte einen guten Blick über den See und auf die Berge dahinter. Allein dafür hatte es sich schon gelohnt.

Nachdem wir das Gepäck abgestellt und uns kurz frischgemacht hatten, ging es auch schon ins Stadtzentrum – der Tag wollte schliesslich noch genutzt werden. Wir bummelten ein wenig durch die Innenstadt, schauten in die Schaufenster der verschiedenen Läden (nicht sehr überraschend, dass es hier extrem viele Outdoormarken gab – Queenstown gilt nicht umsonst als die Abenteuer-Hauptstadt der Welt) und gönnten uns schliesslich ein Abendessen im Irish Pub Pog Mahones.

Die Nacht war unfassbar erholsam – der einzige Wermutstropfen war, dass ich bei jedem Toilettengang Angst hatte, mir den Hals zu brechen. (Was nicht passiert ist.) (Immerhin.) (Wäre ganz schön doof für die weitere Reise gewesen.)

Zum Frühstück fuhren wir zum Five Mile Shopping Centre zu Billy’s Espresso – und eigentlich nur deswegen, weil es dort das (angeblich) beste Mandelcroissaint überhaupt geben sollte. Und – was soll ich sagen? Es war tatsächlich das leckerste Mandelcroissaint, das ich je gegessen habe. 10/10. Gerne wieder.

Anschliessend bummelten wir noch ein wenig an den verschiedenen Läden vorbei. Und auch hier gab es wieder so einige Outdoorgeschäfte zu finden. Ich wurde schwach, als ich eine reduzierte Leggins mit Taschen fand! (Bequemste Leggins, die ich je besessen habe.) Und dann wanderte noch ein (ebenfalls reduzierter) Hoodie in meinen Einkaufswagen, was ich damit rechtfertigte, dass es abends und nachts wirklich empfindlich kalt wurde. Unterer einstelliger Bereich. Also wirklich kalt.

Danach ging es wieder in die Innenstadt von Queenstown. Die Begleitung wollte nämlich heute noch einen Termin für einen Fallschirmsprung ausmachen. (Fallschirmspringen ist ja etwas, was noch nicht mal in den Top 1000 meiner favorisierten Aktivitäten auftaucht, aber ich unterstützte diese Begeisterung trotzdem.)

Während sich die Begleitung also aufgeregt und fröhlich daran machte, sein Leben zu riskieren, sass ich eine Weile im Starbucks, nuckelte an einem Kaffee und versuchte, mich auf die weitere Reiseplanung und Blogposting zu fokussieren. (Wie das lief, könnt ihr euch denken, nachdem ich jetzt erst – zwei Monate nach Rückkehr – am Beitrag für Neuseeland sitze.) Ich konnte meine Nervosität nicht so ganz verbergen, also schnappte ich schliesslich mein Getränk, schulterte meinen Laptop und versuchte die Aufregung mit einem Spaziergang am See und im angrenzenden Park abzubauen. Auch das funktionierte nur so semi-gut.

Irgendwann erhielt ich dann die Nachricht, dass beim Fallschirmsprung alles gut gelaufen war (yippih!) und nachdem die Begleitung wieder in der Stadt war, beschlossen wir, dieses Ereignis bei einem Burger zu feiern. Unsere Wahl fiel auf Fergburger, einer wahren Institution der Stadt. (Hat auch, aber nicht nur, damit zu tun, dass Ed Sheeran sie mal in seiner Instagram-Story erwähnte und sich die Burger von ihnen zu seiner Show in Dunedin liefern liess.)

Die Schlange war lang, aber nicht zu lang und so reihten wir uns unter die Wartenden. Irgendwann durften wir dann auch bestellen und selber testen, ob die Burger den Hype wert waren. Und, was soll ich sagen? Es war tatsächlich sehr lecker! Also, leider absolut zu empfehlen.

Den Rest des Tages liessen wir gemütlich ausklingen. Man muss sich ja auch mal schonen… 🙂

Am nächsten Tag beschlossen wir, das schöne Wetter zu nutzen und wandern zu gehen. Unsere Wahl fiel auf den Queenstown Hill Walkway, eine nicht allzu anstrengende, ungefähr dreistündige Wanderung, die teilweise durch einen schönen Pinienwald führt. (Ich keuchte beim Aufstieg trotzdem wie so eine alte Dampflok. Man wird einfach auch nicht jünger…)

Am Gipfel und Aussichtspunkt angekommen machten wir ein kleines Picknick und genossen die wunderschöne 360° Landschaft, die sich uns bot. Da schmeckte die Gipfelcola gleich doppelt so gut.

Nach ein paar obligatorischen Schnappschüssen und Selfies machten wir uns wieder auf den Abstieg (der übrigens deutlich leichter ging als der Aufstieg). Bald schon waren wir wieder am Auto und machten noch einen kurzen Abstecher zu einem riesigen Sequoia, der dort in der Nähe einfach in einem Wohngebiet steht. Dieser wurde 1870 gepflanzt und ist inzwischen (plus / minus) 46m hoch. Der musste natürlich gebührend bestaunt werden – und mir drängte sich die Frage auf, ob mein kleiner Sequoia, der momentan auf meinem Balkon steht, auch solche grossen Ambitionen hat.

Wir fuhren wieder in die Innenstadt und gönnten uns Kaffee, Chai Latte und Törtchen in The Bakery. War guter Durchschnitt, aber nichts, was ich jetzt unbedingt weiterempfehlen würde. Aber die Bedienung war sehr nett.

Und, weil der Spass ja niemals enden darf, beschlossen wir, dem Rat meiner besten Freundin Anne zu folgen und eine Runde Disc Golf im Queenstown Gardens zu spielen. Ich hatte auf der Website gelesen, dass man das Equipment dafür im Eisstadion ausleihen kann – was sich jedoch als nur halb-wahr herausstellte. Das ging nämlich nur in der Sommersaison. Im Herbst und Winter musste man dafür in einen kleinen Laden in der Innenstadt gehen. Gesagt, getan – wir holten uns die Frisbees ab, hinterlegten Pfand und machten uns dann daran, diese Sportart auszuprobieren.

Für alle, die keine Ahnung haben, was Disc Golf ist, hier eine kurze Einführung (von discgolf.ch):

Das Ziel vom Spiel ist einen Parcours (meist 9 oder 18 Bahnen) mit so wenig Würfen wie möglich zu beenden. Jede Bahn hat eine Abwurfstelle und ein Ziel, den Disc Golf Korb. Die Ketten halten den Flug vom Disc Golf Frisbee und dieser fällt in den darunter liegenden Korb. Die Anzahl Würfe wird notiert und man geht zur nächsten Bahn. Am Ende der Runde (…) werden die Würfe addiert und der Sieger ermittelt. Wer für die Runde am wenigsten Würfe brauchte, hat gewonnen.

Unnötig zu sagen, dass keiner von uns eine wirklich gute Figur abgab, oder? Aber es machte wahnsinnig viel Spass – auch, wenn wir es wohl niemals zum Champion schaffen würden.

Wir gaben die Frisbees wieder ab und liessen den Tag mit einem gemütlichen Abendessen zuhause ausklingen. Und sahen von der Terrasse aus einen wunderschönen Sternenhimmel, den wir diesmal auch mit der „richtigen“ Kamera auf Film bannen konnten.

Der nächste Morgen begann mit einem kleinen, unfassbar gesunden (hust) Frühstück zuhause (Saft und ein Kitkat), dann gab es ein deftigeres zweites Frühstück mit einem Breakfast Burrito im Hustl Cafe (erneut im Five Mile Shopping Centre). Aber nicht nur aus reiner Freude am Essen gehen (aber auch), sondern weil es dort um die Ecke einen Waschsalon gab und wir dringend Wäsche waschen mussten. Also liessen wir es uns gutgehen, während die Wäsche seine Runden drehte und holten sie anschliessend ab. (Es war nicht der schönste Waschsalon, aber auch nicht der Schlechteste. Aber teuer war er auf jeden Fall.)

Da es ziemlich fies regnete, suchten wir uns ein paar Indooraktivitäten heraus. Und entschieden uns direkt für mehrere bei King Pin Queenstown. Dort hat man die Wahl zwischen diversen lustigen Aktivitäten – und wir entschieden uns für Karaoke, Bowling und Tischtennis. Die heilige Dreifaltigkeit.

Und, weil sie beim Karaoke unsere Getränkebestellung verbummelt hatten, bekamen wir noch einen 20 Dollar Gutschein für die hauseigene Spielhalle. Wir waren also bestens für ein paar Stunden beschäftigt und hatten sehr viel Spass. (Und man singt bei Karaoke nüchtern übrigens nur halb so gut wie angesäuselt. Oder so.)

Zur Stärkung gab es einen kleinen Snack bei Devil Burger. Die Burger waren zwar auch gut, aber nicht ganz so gut wie die bei Fergburger. Muss man leider so sagen.

Und danach war es Zeit für Wellness – zumindest für mich. Ich hatte einen Termin im Harmony Spa gebucht, um mir die Wimpern färben, die Augenbrauen zupfen und die Fingernägel lackieren zu lassen. Und mit dem Ergebnis war ich tatsächlich richtig zufrieden. Man fühlte sich direkt ein wenig hübscher.

Der restliche Abend verlief gemütlich und entspannend in den „eigenen“ vier Wänden.

Am nächsten Tag hiess es Abschied nehmen von Queenstown. Und das fiel uns beiden tatsächlich nicht so einfach. Wir hatten die Stadt in der kurzen Zeit schon sehr ins Herz geschlossen und hätten vermutlich noch eine Weile bleiben können. Aber die Strasse rief – und Twizel, was das Ziel des Tages werden sollte.

Also packten wir unsere Siebensachen wieder ein (so langsam war das ja zur Routine geworden) und beluden das Auto. Aber was fehlte war – natürlich, Kaffee! Also beschlossen wir in die Bäckerei von Fergburgers zu gehen und uns dort mit Kaffee und Frühstück einzudecken. Erwies sich als eine hervorragende Wahl – die Auswahl war gross und es schmeckte alles sehr lecker. Da tat die Weiterfahrt dann nicht mehr ganz so weh.

(Ja, okay, wen versuche ich hier zu veräppeln. Das Herz tat trotzdem weh.)

Wir machten einen kurzen Stopp in Arrowtown, angeblich eine der malerischten Siedlungen Neuseelands. Die Stadt wurde 1862 (auf dem Höhepunkt des Goldrausches) gegründet und heute sind noch rund 60 der damals gebauten Gebäude erhalten und restauriert. Ich muss sagen, dass es mich nicht wirklich abgeholt hat. Es war okay, aber schon seeehr touristisch und auch überlaufen. Der Indian Summer, der sich in den Wäldern drumherum abzeichnete, war jedoch sehr schön anzusehen. Dafür hat es sich dann doch gelohnt.

Man kann sagen, was man möchte, aber spektakuläre Landschaften können die Neuseeländer, wie wir bei der Fahrt mal wieder bemerkten. Alleine die Fahrt auf den Pass mit den Serpentinen und den massiven Bergen drumherum lohnte sich schon.

Dann besuchten wir noch den Wanaka Baum (bei eher mässigen Wetter), einer Weide, die mitten im Lake Wanaka steht. Angeblich der berühmteste Baum Neuseelands. Und zwar so berühmt, dass Schutzmassnahmen eingeleitet werden mussten, um ihn zu erhalten, da Touristinnen und Touristen begannen, auf dem Stamm und den Ästen herumzuklettern, um Fotos zu machen. Wir bestaunten den imposanten Baum daher brav vom Ufer aus und schossen ein paar Erinnerungsfotos. Hoffentlich darf die schöne Weide dort noch lange stehen.

In Omarama machten wir noch eine ausgedehnte Kaffeepause im The Wrinkly Rams, wo wir anschliessend auch noch durch den angrenzenden Laden stöberten. (Und ich mal wieder dem Impuls widerstehen musste, alles zu kaufen, was auch nur ansatzweise süss war. Und das war viel.)

Das Airbnb war wieder im Garten eines Privathauses, angrenzend zur Garage. Die Bewohner schienen nicht zuhause zu sein, doch dank kontaktlosen CheckIn war das kein Problem. Die Unterkunft bestand aus einem Wohn- und Schlafzimmer und einem angrenzenden Bad mit Dusche. Völlig ausreichend.

Ansonsten schien in Twizel jedoch nicht so viel los zu sein – und auch das Wetter war eher ungemütlich. Also machten wir uns auf die Suche nach Abendessen und landeten bei Mint Folk & Co, einem sehr gemütlichen Restaurant mit leckerer Küche. Und vollgestopft mit Einheimischen.

Beim Aufstehen am nächsten Tag müssen wir leider einsehen, dass wir die geplante Wanderung aufgrund von wirklich beschissenem Wetter absagen müssen. Also muss ein Alternativprogramm her. Nach einem sehr gemütlichen Morgen und einem kleinen Frühstück zuhause fahren wir zu High Country Salmon, einer Lachsfarm in der Nähe, und teilen uns eine gemischte Platte mit den Spezialitäten des Hauses. Auf der Terrasse. Im strömenden Regen. Nur geschützt durch ein paar Schirme. Aber lecker war es trotzdem. (Und anscheinend ist es ein beliebter Spot für Touristen aus aller Welt. So viel verschiedene Sprache habe ich schon lange nicht mehr auf einem Platz gehört.)

Irgendwann hörte dann sogar der Regen auf und wir konnten direkt zu unserem nächsten Stopp, den Hot Tubs Omarama. Was gibt es Besseres, als bei diesigen, ungemütlichen Wetter in wohlig warmen Wasser zu sitzen, komplette Privatsphäre zu geniessen und dabei noch auf eine traumhafte Kulisse zu schauen?

Eben!

Zwei Stunden später sind wir warm, weich und formbar und müssen erstmal ein kleines Nickerchen in der Unterkunft einlegen, bevor es zum Abendessen in die Ministry of Work Bar & Eatery geht. Mit einem Bierchen im Bauch (und nur ein bisschen geteilten Fingerfood – der Snack auf der Lachsfarm war reichhaltiger als gedacht) schlummerten wir schliesslich selig ein.

Als ich am Morgen aufwache und verschlafen auf Toilette gehe, stelle ich noch nichts Ungewöhnliches fest. Ausser, dass es draussen wirklich wie aus Eimern schüttet. Als ich dann jedoch meine Hände waschen möchte, werde ich stutzig. Es kommt nämlich kein Wasser aus dem Wasserhahn. Da stehe ich nun mit meinen eingeseiften Händen und weiss nicht so ganz weiter. Ich wasche mir die Seife mit meinem Mineralwasser ab und nehme dann mein Handy zur Hand, um zu googlen, was denn hier bitte los ist.

Und Bingo, meine Googlesuche hat Erfolg.

In der Gegend gibt es geplante Reparaturarbeiten an den Wasserrohren und deswegen wurde das Wasser abgestellt.

Wovon wir nichts wussten. Niemand hat uns informiert und so stehen wir da – ohne fliessend Wasser.

Dementsprechend genervt fällt auch die Mail an unsere Vermieter aus. Diese sagen zwar, dass sie davon auch nichts wussten und auch nicht informiert wurden, aber das hilft uns ja auch nichts. Nach einer kurzen Katzenwäsche und Zähneputzen aus unseren Wasserflaschen packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf die Weiterfahrt. Die Laune ist eher mässig – vor allem auch, weil das nächste Cafe relativ weit entfernt ist. Nämlich erst in Lake Tekapo, ungefähr 45min entfernt. Aber schlussendlich trudeln wir dort auch ein und frühstücken gemütlich im The Greedy Cow Cafe. Und das besänftigt unsere aufgehitzten Gemüter ein wenig – das Essen ist nämlich wirklich lecker.

Der nächste Stopp ist dann knappe drei Stunden später in Springfield. Und dort wartet eine lustige kleine Überraschung – ein überdimensionaler Donut, der dort einfach im Park herumsteht! Wie wir später lernen, wurde dieser Comic-Donut von 20th Century Fox dorthin gestellt, um „The Simpson Movie“ zu promoten. Ein kleines Highlight direkt am Wegesrand.

Der Rest der Fahrt ist ziemlich spektakulär – und das lag zum grossen Teil an den (zum Teil leicht) nebligen Verhältnissen bei der Fahrt durch Regenwald über den Arthurs Pass. So toll die Landschaft jedoch war, umso weniger Möglichkeiten gibt es, um anzuhalten, um etwas zu essen. Genau so war meine Laune dann auch, als wir endlich bei unserem Stopp für die Nacht – Greymouth – ankamen. Und sie wurde noch ein wenig schlechter, als wir realisierten, dass das angestrebte Cafe bereits geschlossen hatte.

Wir beschlossen erstmal in unserem Airbnb einzuchecken und das Gepäck zu verstauen. Wir hatten eine Unterkunft auf einer kleinen Farm gemietet – und das entpuppte sich als eine riesige Wohnung mit mehreren Zimmern und einem Kamin. Und vollgestopft mit vielen kleinen merkwürdigen Dekoartikeln. Aber seht selbst…

Anschliessend beschlossen wir, etwas gegen meinen „hangry“-Status zu unternehmen und gingen ins Speights Ale House Burger essen und Cocktails trinken. Und danach ging es mir tatsächlich bedeutend besser.

Zurück in der Wohnung bemerkten wir, dass es nachts doch empfindlich kalt wurde. Also warfen wir nicht nur die Heizdecken im Bett an, sondern auch den Kamin. (Sorry, Herr Kachelmann.) Der restliche Abend verlief gemütlich und irgendwann schliefen wir angedüselt und zufrieden ein. Und dank den Heizdecken war uns die ganze Nacht über mollig warm. Hach!

Am nächsten Morgen hiess es dann wieder – zusammenpacken, Auto beladen und weiterfahren. Wir hatten nämlich ungefähr 350km vor uns liegen – zu unserem letzten Stopp auf der Nordinsel: Picton. Von dort aus würden wir am nächsten Tag die Fähre nach Wellington nehmen.

Auf dem Weg nach Picton machten wir einen ausgedehnten Spaziergang bei den Pancake Rocks, was nicht nur dem Rücken, sondern auch dem Gemüt gut tat. Der Rest der Fahrt verlief angenehm unspektakulär. Das Einchecken im Hotel verlief ohne Probleme, allerdings mussten wir ein paar Mal laufen, um alle Dinge aus dem Auto ins Zimmer zu bringen. Es hatten sich nämlich ein paar Dinge über die letzten zwei Wochen im Fahrzeug angesammelt… Es stellte sich auch als spassiges Unternehmen heraus, alles wieder in die Rucksäcke zu pressen. Das Auto würden wir morgen nämlich am Hafen abgeben und uns auf der Nordinsel ein Neues mieten.

Abendessen gab es in der Nähe vom Hafen, bei Oxleys Bar & Kitchen (wo es nicht nur Livemusik gab, sondern ich mich auch hoffnungslos underdressed fühlte).

Am nächsten Morgen war ich ein wenig pissig (und ich glaube bis heute, dass es dafür gar keinen richtigen Grund gab), als wir unser Gepäck ins Auto luden und zum Hafen fuhren. Die Rückgabe verlief problemlos und auch das Einchecken des Gepäcks für die Fähre war schneller erledigt, als gedacht.

Wir mussten noch ein wenig Zeit bis zum Boarding totschlagen, also drehten wir eine Runde am Hafen und gönnten uns dann noch ein Frühstück bei Toastie Picton mit Grilled Cheese und Limonade. Meine Laune wurde dadurch auch sehr schnell sehr viel besser. (Vielleicht war ich auch einfach nur hangry gewesen. Mal wieder.)

Dann flätzten wir uns im Wartebereich der Fähre auf einem Sofa herum, bis wir irgendwann an Bord gehen durften. Und was wir dort – und auf der Nordinsel generell – erlebten, dürft ihr im nächsten Blogbeitrag lesen.

Bis dahin! 🙂

Monterey

Der nächste Stop auf unserer Liste, bei dem wir eine Nacht verbringen wollten, war Monterey. Falls ihr jetzt denkt „Moment, das sagt mir doch irgendetwas!“, dann kann das tatsächlich verschiedene Gründe haben. Monterey hat zwar nur ungefähr 27.000 Einwohner, aber hat dafür einiges zu bieten.

Zum Einen findet hier jedes Jahr am dritten Septemberwochenende das älteste bestehende Jazzfestival weltweit statt, das Monterery Jazz Festival. Falls euch das nichts sagt, dann sagt euch Monterey vielleicht etwas wegen John Steinbeck, einem bedeutenden amerikanischen Autor, der uns solche Juwelen geschenkt hat wie „Früchte des Zorns“ oder „Von Mäusen und Menschen„. Dieser ist in Salinas aufgewachsen, dem damaligen county seat von Monterey County. Seine Kindheit in und um Monterey hat ihn sehr geprägt. 20181021_130824

The geography and demographics of the valley, the “Salad Bowl of the Nation,” stamped the young boy’s sensibilities. A strong sense of place is evident in his fiction: “I think I would like to write the story of this whole valley,” he wrote to a friend in 1933, when he was 31 years old, “of all the little towns and all the farms and the ranches in the wilder hills. I can see how I would like to do it so that it would be the valley of the world.” In 1952 he published his epic novel about the Salinas Valley, East of Eden. (Quelle: Steinbeck Museum )

Oder, falls euch das auch nichts sagt, dann liegt es vielleicht schlicht und ergreifend am Monterey Bay Aquarium – aber dazu später mehr.

Auf der Fahrt vom Sequoia Nationalpark nach Monterey passierte, soweit ich mich erinnern kann, nicht wirklich viel außergewöhnliches. Außer, dass wir – mal wieder – einen lustigen Zwischenfall bei Starbucks hatten. Schon ein paar Tage zuvor hatten wir dort angehalten, um einen Kaffee zu trinken und der Mann – seines Zeichen jemand, der gerne mal etwas Neues ausprobiert – hatte einen Almond Protein Cold Brew Coffee bestellt. Und, nunja, ich glaube, dieser Tweet fasst es ganz gut zusammen.

 

Es war ekelhaft.

Dieses Mal hatten wir zwar keinen Proteinkaffeedrink, aber ich lernte, dass mein Name nicht nur in deutschen Starbucks Probleme macht.
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Wir hatten für unseren Aufenthalt ein Motel gebucht (dafür aber mit inklusiv Frühstück!), das The Stevenson Monterey (675 Munras Avenue, Monterey, CA 93940). Der CheckIn war – mal wieder – völlig problemlos, leider war die Parkplatzsituation überschaubar. Die angeschlossene Tiefgarage mochte dieses Problem zwar lösen, doch die Parkplätze waren insgesamt eher eng gebaut und machten das Rangieren zu einem wahren Abenteuer.

Aber gut. Das Zimmer war sauber, das Bett bequem – was wollte man mehr? Wir entschlossen uns dafür, das restliche Tageslicht zu nutzen und den Ort zu erkunden. Ich schmiss mich in mein neu gekauftes Kleid (Outlet sei Dank) und so schlenderten wir hinunter zum Strand. Unterwegs gönnte ich mir noch ein (jaja, teures, aber dafür sehr leckeres) Eis von Revival Ice Cream (463 Alvarado St, Monterey), deren Spezialität es ist, dass ihr Eis handgemacht ist und nur aus lokal angebauten Zutaten besteht.

Und dann konnte ich meine Füße zum ersten Mal in diesem Urlaub ins Meer stecken. Und das war … überraschend kalt! Aber der Spaziergang am Strand entlang war trotzdem sehr schön. Wenn Meer in der Nähe ist, kann es einem ja auch gar nicht schlecht gehen.

Danach schlenderten wir noch über den Fishermans Wharf (101Washington, Monterey, CA 93940), was uns beiden aber ein wenig zu überfüllt und touristisch war. 20181020_165531

Zum Abendessen gab es – auf meinen Wunsch hin – Sushi bei Crystal Fish (514 Lighthouse Ave, Monterey), wo ich mich durch das vegetarische Sushiangebot futterte und dann – auf Anraten des Kellners – auch die etwas ausgefalleneren Röllchen probierte. Leider weiß ich nicht mehr genau, was da genau drin war, aber ich kann sagen, dass es sehr lecker war! Und ich war danach komplett überfressen. Der Mann hat seine Freude an seiner japanischen Art einer Zitronenlimonade, Ramune genannt. Wir benötigten tatsächlich etwas Hilfe vom Kellner, um hinter das Prinzip des Trinkens zu kommen, aber egal.

Am nächsten Morgen taten wir uns am moteleigenen Frühstücksbüfett gütlich … soweit es ging. Es war eher in der unterdurchschnittlichen Liga anzusiedeln, aber zumindest konnte man den gröbsten Hunger stillen. Und jetzt breiten wir den Mantel des Schweigens darüber.

Danach ging es zum Monterey Bay Aquarium (886 Cannery Row, Monterey, CA 93940), einem der größten Schauaquarien der Welt. Es beherbergt über 550 verschiedene Meerestierarten, unter anderem Pinguine, Seeotter und Haie. Der Mann war begeistert! Ich bin eher nicht so der große Fan von Aquarien, aber selbst ich hätte stundenlang bei den Seeottern oder bei den frechen Pinguinen stehen und sie beobachten können. Putzige Geschöpfe!

Was auch noch cool war, waren die vielen „Streichelbecken“, wo man unter anderem Rochen berühren konnte. (Auch hier war der Mann absolut in seinem Element.) Und es gab eine Zone mit Glasüberdachung, in der man stehen und miterleben konnte, was für eine gewaltige Wucht Wellen haben können. Das war schon sehr beeindruckend. Und ich kaufte mir ein wirklich süßes Shirt im Souvenirshop. Aber das nur so am Rande.

Man kann jetzt darüber streiten, ob knappe 50 USD Eintritt

gerechtfertigt sind oder nicht. Ich fand es

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persönlich teuer, aber andererseits kommt das Geld ja den Tieren und dem Artenschutz zugute und dann konnte ich das verschmerzen. Zumal das Aquarium wirklich viele Dinge bietet.

Nach dem Aquariumsbesuch schlenderten wir noch ein wenig durch die Gegend und dann ging es für uns schon wieder weiter. Der nächste Stop auf unserer Liste war Cambria. Und dafür würden wir entlang des berühmten Küstenabschnittes „Big Sur“ fahren.

Aber dazu mehr im nächsten Eintrag…

Sequoia Nationalpark

Der nächste Stop auf unserer Tour war der „Sequoia Nationalpark“. Vor allem bekannt für seine … naja … Sequoias – oder anders genannt „Mammutbäume“. Hier wollten wir erneut zwei Nächte verbringen. Der Park wird zusammen mit dem Kings Canyon Park verwaltet und bietet Höhenlagen von 400 bis über 4000 m, unter anderem liegt hier auch der 4418 m hohe Mount Whitney (der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas). Der Pacific Crest Trail (den meisten durch den Roman Der große Trip von Cheryl Strayed bekannt) und der High Sierra Trail führen ebenfalls durch den Park.

Unser Weg vom Death Valley führte uns stundenlang über Straßen, die außer uns scheinbar niemand zu benutzen schien. Irgendwann meldete sich unser Kaffeedurst und wir entschlossen uns, in der nächsten Ortschaft anzuhalten. Wir kamen schließlich an einem Ort vorbei, der insgesamt nicht wirklich vertrauenswürdig wirkte. Die Gebäude, wenn sie denn überhaupt noch als solche zu erkennen waren, waren heruntergekommen. Wir sahen keine Menschenseele. Wir änderten unseren Plan und düsten weiter. Dann recherchierten wir bei Wikipedia und lernten die traurige Geschichte des Ortes. Einst lebten die Leute dort vom Berg- und Mineralienabbau. In den 1990er Jahren gab es eine Entlassungswelle in einer Chemiefabrik dort und zurück blieb nur eine Minengesellschaft. Die Infrastruktur und das soziale Leben der Stadt zerfiel. Die Menschen zogen weg und viele der verbliebenen Einwohner wurden Crystal Meth abhängig.

Mit einem Kloß im Hals fuhren wir weiter.

Schließlich erreichten wir den Eingang des Kings Canyon Nationalpark. Dort angekommen schossen wir erst einmal ein paar obligatorische Fotos am Schild des Parks. (Sehr zur Belustigung einer Gruppe Jugendlicher dort.) Dank unserer „America The Beautiful“ Card mussten wir keinen Eintritt mehr berappen, lediglich das Infomaterial nahmen wir mit.

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Eingang Sequoia Nationalpark

Der Weg war eng und voller Serpentinen, aber wunderschön. Wir gelangten immer höher und kurz vor einer weiteren Serpentine bemerkten wir eine lange Schlange mitten auf der Straße geparkter Autos. Kurz dahinter stand eine Traube Menschen mit verzückten Gesichtern und Fotoapparaten. Der Mann fackelte nicht lange, fuhr auf die Gegenfahrbahn, parkte und hüpfte mit dem Fotoapparat aus dem Auto. Ich war über diese krasse Verletzung der Straßenverkehrsordnung so erbost, dass ich schmollend sitzend blieb. (Und mich per Handzeichen mit der heranfahrenden Autofahrerin verständigen musste, die offenbar ratlos war, warum ihr ein in der Gegenrichtung stehendes Fahrzeug den Weg versperrte.)

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Der Schwarzbär, der den Verkehrsstau verursachte. Der wohl süßeste Grund der Welt.

Lange Rede, kurzer Sinn – im Waldstück unterhalb der Straße war ein Schwarzbär. Der Mann

war völlig verzückt, schoss ein Erinnerungsfoto und schwärmte noch stundenlang von seiner Sichtung. Mein Schmollen hielt auch nicht mehr allzu lange an. (Behaupte ich.)

Irgendwann erreichten wir auf knappen 2200 m Höhenlage schließlich unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte, der Wuksachi Lodge, einem wunderschönen Hotel mit verschiedenen Gebäuden inmitten eines breit angelegten Areals. Das Restaurant verfügt über einen spektakulären Ausblick in den Wald hinein. Sehr zu empfehlen.

Der Check In erwies sich als völlig problemlos (mal wieder) und wir konnten zügig unser Zimmer beziehen. Auf dem Parkplatz wurden wir schon von den ersten Bewohnern des Waldes empfangen. 🙂

An jenem Abend machten wir nicht mehr viel. Duschen, ein kleines Nickerchen und dann wollten wir im hoteleigenen Restaurant (wo auch sonst) etwas essen. An was wir nicht gedacht hatten war, dass man rechtzeitig (das hieß am besten schon am Morgen oder spätestens am Nachmittag) einen Tisch reservieren musste, da es im Hotel nur ein einziges Restaurant gab. Und so mussten wir ein wenig warten. Aber das Essen war sehr lecker und der Service phänomenal!

Kurz darauf fielen wir todmüde ins Bett.

Der nächste Morgen begann mal wieder früh, dafür aber mit einem sehr leckeren Frühstücksbüfett. Wir griffen ordentlich zu, denn wir hatten für heute volles Programm. Wir wollten sämtliche Sehenswürdigkeiten des Parks mitnehmen und das waren einige.

Ich war tatsächlich extrem aufgeregt und neugierig auf die gewaltigen Mammutbäume und vor allem auf den größten seiner Art, den „General Sherman Tree“. Mit einer Stammhöhe von fast 84 m und einem Brusthöhendurchmesser von 825 cm wird er oft als „the largest living thing on earth“ bezeichnet, weil er damit der voluminöseste lebende Baum der Erde ist. Den Ast, den er 2006 bei einem Sturm verlor, liegt noch immer dort und kann besichtigt – und bestiegen – werden.

Wir stiegen gefühlte einhundert Treppen auf dem hübsch angelegten Fußweg hinunter (mit vielen interessanten Hinweistafeln an der Seite und genug Bänken zum ausruhen) und standen kurze Zeit später vor dem General. Wir verkniffen uns den militärischen Gruß (Brüllerwitz, ich weiß) und stellten uns stattdessen für ein Foto an. Ja, richtig gelesen. Der Sequoia Nationalpark ist zwar – im Vergleich zum Yellowstone oder zum Yosemite Nationalpark – einer der weniger besuchten Parks der USA (was vor allem daran liegt, dass man ihn nur mit Auto oder mit einer geführten Tour, aber nicht mit ÖV erreichen kann), aber hier in diesem Teil des Parkes bemerkte man das nicht. Die Schlange für ein Foto mit General Sherman war doch relativ lange und so harrten wir (mehr oder weniger geduldig) aus, bis wir an der Reihe waren.

Und, ehrlich gesagt, merkt man unseren Erinnerungsfotos auch an, dass sie in Eile und mit jeder Menge Zuschauer geschossen wurden. Wir machten schließlich noch ein paar Fotos auf der anderen Seite des Baumes – zusammen mit eben jenen heruntergestürzten Ast – und die gefallen mir persönlich viel besser.

Wir spazierten noch eine Weile auf den Trails, schossen jede Menge Fotos, bestaunten jede Menge hoher Bäume und versuchten, noch mehr Tiere zu Gesicht zu bekommen.

Der Weg zurück zum Parkplatz war dann doch beschwerlicher als gedacht. Aber, wie sagte schon Gollum so schön? „Rauf, rauf, rauf, immer schön die Treppe rauf.“ Und das taten wir. Unterwegs umarmte ich übrigens noch eine Menge Bäume. Einfach nur, weil ich es konnte. Und weil Bäume auch Liebe verdient haben.

Anschließend überlegten wir uns, was wir noch tun könnten. Der Tag war noch jung, wir hatten unser packed lunch vom Hotel dabei und wir waren voller Tatendrang. Also entschlossen wir uns, erst einmal zum Giant Forest Museum zu fahren (Eintritt kostenlos!). In diesem teilweise interaktiven und sehr liebevoll ausgestatteten Museum lernten wir eine Menge über Sequoias und die Besonderheiten dieser Baumart.

>>Zu Beginn der Parkgeschichte wurden Waldbrände in den Arealen der Sequoias umgehend bekämpft. Nachdem man in den Folgejahren einen Rückgang der jungen Sequoia-Bäume feststellte, wurden die folgenden für den (Fort-)Bestand der Riesenbäume relevanten Bedingungen ermittelt:

  1. Waldbrände „reinigen“ den Boden von Konkurr

    20181019_112109

    Der Zapfen eines Mammutbaumes

    enzpflanzen.

  2. Durch Hitzeeinfluss öffnen sich die Zapfen
  3. der Sequoias, sodass die Samen auf den Boden fallen.
  4. Die nach Bränden verbleibende Asche schafft einen Nährboden für die abgeworfenen Samen.
  5. Sequoias können trotz großer Hitze- und Brandeinwirkung noch weiter überleben.

In den Nationalparks stehen auf Grund dieser Erkenntnisse Hinweise, die auf die Relevanz von Feuern hinweisen.<< (Quelle )

So mit Informationen ausgestattet überlegten wir, zur Crystal Cave zu fahren, einer Tropfsteinhöhle, doch die war leider schon für die Saison geschlossen. Also entschieden wir uns noch für einen kleinen Spaziergang und wählten den „Big Trees Trail“, einen ca. 1 km langen Rundweg um Round Meadow. Tolle Fotos, ein sehr netter, angenehmer kleiner Spaziergang und viele Möglichkeiten zu sitzen und einfach nur die wunderbar entspannende Stimmung aufzusaugen. (Und widerliche öffentliche Toiletten zu benutzen. Aber das nur so am Rande.)

Danach entschlossen wir uns, die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit (neben dem General Sherman Tree) des Parkes zu besuchen: Dem Tunnel Log, einem umgestürzten Sequoia den man mit dem Auto durchfahren kann.

Er war relativ schwierig zu finden (vor allem durch meine schlechte Navigation), aber so machten wir noch einen kleinen Abstecher bei einem weiteren umgestürzten Sequoia. War auch schön so. Der Tunnellog sorgte für ein paar nette Videos und war ein gutes Fotomotiv.

Danach ging es noch weiter zum Moro Rock, einem domförmigen Granitmonolith, ca. 2000 m hoch, den man über eine gemeißelte Treppe erklimmen kann. Diese Sehenswürdigkeit überließ ich dann doch nur dem Mann und wartete unten auf ihn. (Er fands toll. Also den Ausblick, nicht, dass ich ihn alleine ließ. Obwohl…)

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Der Ausblick von Moro Rock

Danach ging es zurück ins Hotel, wo wir uns einen Tisch für das Abendessen reservierten (man lernte ja dazu) und uns dann noch ein wenig im Souvenirshop herumtrieben. Ich kaufte ein paar Souvenirs und Postkarten für die lieben Menschen zuhause und dann entdeckten wir, dass man dort auch einen kleinen Sequoia für zuhause kaufen konnte. Nun ja, so kam es schließlich, dass dieser kleine Baum unser treuer Begleiter für die Reise wurde und schließlich auch mit nach Deutschland kam. Aber das nur so am Rande.

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Unser kleiner Sequoia

Den Abend verbrachten wir ganz entspannt in der Hotellobby, wo wir in unseren Büchern schmökerten und später ein leckeres Abendessen einnahmen, bevor wir todmüde ins Bett fielen. Und, mal so nebenbei, so gut wie im Sequoia oder auch im Yosemite Nationalpark habe ich nirgends geschlafen. Diese himmlische, himmlische Ruhe…! Wahnsinn!

Am nächsten Tag wartete wieder die gewohnte Routine auf uns. Duschen, packen, frühstücken, auschecken, weiterfahren. Der nächste Stop? Monterey! Wir hatten nämlich beschlossen die Wildnis (haha) hinter uns zu lassen und den zweiten Teil unseres Roadtrips in Städten zu verbringen und da konnten wir Monterey nicht außen vor lassen. Aber mehr dazu in meinem nächsten Blogeintrag…