Nachhaltiger leben – ein paar kleine Tipps

Wie einige von euch wissen, bin ich immer wieder auf der Suche nach Dingen in meinem Leben, die ich ändern kann, um meinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Aber auch hier gilt – niemand ist perfekt. Ich reise sehr gerne (natürlich nicht im letzten Jahr) und dass Flugreisen die Umwelt belasten ist jedem klar. Aber ich versuche es immerhin.

Und, lasst es euch gesagt sein – ich bin nicht gut darin, mein Verhalten rasch zu ändern. Ich brauche wirklich verdammt gute Gründe, um alteingesessene Verhaltensweisen zu ändern und vor allem sollte es mein Leben nicht schwerer als vorher machen.

Daher hier ein paar Tipps, wie ihr ohne viel zu ändern, der Umwelt etwas gutes tun könnt. Aber bitte erwartet jetzt keine großen Erleuchtungen. Die meisten Dinge werdet ihr wohl schon irgendwo gehört haben.

[Unbezahlte Werbung – Hier gilt, wie immer, ich verdiene kein Geld mit den von mir empfohlenen Marken. Ich bin von denen einfach nur überzeugt und hoffe, ihr bald auch.

Mineralwasser aus dem Sodastream

Ich bin ein großer Fan von Mineralwasser. Das habe ich vor allem damals gemerkt, als ich vor ein paar Jahren einige Zeit in England gewohnt habe, wo es offenbar ausschließlich nur Menschen gibt, die stilles Wasser bevorzugen. Jedoch ging mir irgendwann das ewige Plastikflaschen-aus-dem-Supermarkt-in-die-Wohnung-schleppen auf den Geist. Also musste eine Alternative her. Und die fand ich im Sodastream. Es ist einfach extrem praktisch, auch wenn die Anschaffung erst einmal ins Geld gehen kann. Ich habe mich für ein Modell mit Glasflaschen entschieden und verwende es nun schon seit einigen Jahren. Die Ersatz-CO2-Zylinder lassen sich inzwischen auch in den gängigsten Märkten austauschen.

Wiederverwendbare Trinkflaschen

Nachdem mein Arbeitgeber von 1.5l-Plastikflaschen auf einen Trinkwasserspender im Aufenthaltsraum umgeschwenkt ist, musste ich mich auf die Suche nach einer praktischen Trinkflasche machen. Es gab unterschiedliche Anforderungen: Sie sollte hübsch sein. Sie sollte dicht sein. Sie sollte mein Getränk an sehr warmen Sommertagen und zum Teil weit über 30°C kühl halten. Und all das fand ich in der Marke Chillys. Meine Lieblingsflasche ist eine mit kleinen Avocados drauf. Macht mir immer gute Laune.

Rasierhobel

Meine neueste Entdeckung. Ich habe jahrelang mit Einwegrasierern gekämpft und bin schließlich auf Waxing umgestiegen. Corona macht meinen Terminen jedoch einen Strich durch die Rechnung, weswegen ich mich nach einer Alternative umsehen musste. Und so entschied ich mich dafür, einen Rasierhobel von Pandoo. Nach anfänglicher Angst, mir die oberste Hautschicht abzurasieren, bin ich inzwischen wirklich zufrieden. Und noch zufriedener bin ich beim Gedanken daran, dass ich weniger Plastikmüll produziere, da man beim Rasierhobel nur die Rasierklinge tauscht.

Einkaufsnetze

Diese benutze ich tatsächlich schon sehr lange und finde sie ungemein praktisch (wenn man denn daran denkt, sie mitzunehmen…). Ich benutze verschiedene von verschiedenen Marken, aber inzwischen kann man sie auch in den gängigsten Supermärkten direkt kaufen. Und an der Kasse gab es noch nie Probleme damit.

(Bienen-)Wachstücher

Ich hasse Frischhaltefolie. Nicht nur, dass ich sie nie unfallfrei abreißen kann, nein – direkt nach dem Abreißen verklebt sie zu einem unförmigen Bündel, das man unweigerlich in den Müll werfen muss. Daher bin ich mit meinen Bienenwachstüchern sehr zufrieden.

Kaffee aus dem Vollautomaten

Ich hatte mehrere Jahre lang eine Nespressomaschine, die meinen Ansprüchen völlig genügte – ich war kein großer Kaffeetrinker und brauchte die Maschine vielleicht ein, maximal zwei Mal die Woche. Mit der Zeit stieg allerdings mein Kaffeekonsum (und der meines Freundes auch) und so wurde auch der Kapselmüll immer mehr. Und irgendwie fühlte es sich falsch an. Und dann sah ich irgendwann einmal Werbung für eine Philips LatteGo – und nach langem Überlegen ergatterte ich sie dann an einem guten Tag zum Schnäppchenpreis. Meine Nespressomaschine fand ein gutes, neues Zuhause und ich freue mich bei jeder Tasse Kaffee über meinen Vollautomaten. Das war, ungelogen, die beste Anschaffung des letzten Jahres.

Vegetarisch leben

Vor fast vier Jahren startete ich das Experiment „Vegetarisch leben“. Eigentlich wollte ich einfach nur mal testen, wie lange es dauert, bis mir Fleisch wirklich fehlt. Nun ja, es gibt zwar immer mal wieder so Momente, in denen ich schon auch gerne ein Steak essen würde, aber insgesamt ich sehr gerne Vegetarierin. Es gibt so viele gute Ersatzprodukte und meine Kreativität im Kochen ist um mehrere Prozentpunkte gestiegen. Was heißt hier nur die Kreativität – seitdem ich vegetarisch lebe, koche ich insgesamt sehr viel lieber und sehr viel öfter. Für mich hat es nur Vorteile. Das heißt nicht, dass jeder jetzt auf einen Schlag auf Fleisch und Fisch verzichten sollte. Aber vielleicht macht ihr es wie mein Freund: Letztes Jahr gab er sich selbst 52 „Fleischtage“, die er verbrauchen konnte, d.h. ein „Fleischtag“ pro Woche, die er nach Gutdünken einsetzen konnte. Und am Schluss hatte er nicht mal die Hälfte verbraucht. Ich fand die Idee bombe.

Festes Shampoo

Eine Sache, die mich auch sehr gestört hat, waren die viele Plastikbehältnisse für Shampoo, die ich gekauft habe. Es wirkte einfach wie eine völlige Verschwendung. Also probierte ich viele, viele Produkte aus. Einige aus dem Unverpackt-Laden, einige von LUSH und ein paar aus den gängigsten Drogerien. Momentan habe ich das Feste Shampoo von Garnier, mit dem ich ganz zufrieden bin. Jedoch bin ich noch immer auf der Suche nach einer guten festen Spülung. Falls ihr Vorschläge habt, bitte gerne her damit!

ToGo-Kaffeebecher

Noch so eine Unart, die ich versuche, mir abzugewöhnen, sind Einwegkaffeebecher. Es gab eine Zeit, da war der ToGo-Kaffee vom Bäcker vor der Arbeit Pflicht bei mir und so fiel jede Menge unnötiger Müll an. Also investierte ich schließlich in einen Mehrwegkaffeebecher, was sogar noch den netten Vorteil hatte, dass der Kaffee beim Bäcker 30 Cent weniger kostete. Mein Lieblings-ToGo-Kaffeebecher ist jedoch meiner von Starbucks. Der hält bombendicht und den Kaffee heiß – was will man mehr. Und seitdem ich meinen Vollautomaten habe, hat der ToGo-Kaffeebecher eh keinen Starbucks mehr von innen gesehen…

Einkaufen in Unverpackt-Läden

Leider bin ich noch nicht soweit, dass ich mit meinen Tupperdosen in den Unverpackt-Laden gehe und dort alles abfülle, um völlig auf Verpackungsmüll zu verzichten. Aber ich möchte dies, zumindest in Teilen, bald so umsetzen. Gerade wenn es um Dinge geht, die man eventuell nicht in großen Mengen braucht – Rosinen, Kerne, Vanillezucker oder Backpulver, Reis, Nudeln, Chiasamen, solche Dinge eben. Hier gibt es eine wahnsinnig praktische Liste, um zu sehen, ob es so einen Laden auch in eurer Nähe gibt.

Tickets via App kaufen

Inzwischen kaufe ich die Tickets für den ÖV grundsätzlich nur noch via App. Sie sind zum Teil günstiger und man bekommt zum Teil auch jede x-te Fahrt geschenkt. Ein kleines Umdenken, das jedoch schon einen großen Unterschied macht, wenn es viele tun.

TooGoodToGo

Habt ihr schon von der App „TooGoodToGo“ gehört? Wenn ja – dann könnt ihr diese Zeilen überspringen. Wenn nein – ich habe gute Neuigkeiten für euch! Ihr werdet sie lieben! Kurz gesagt ist diese App ein Hilfsmittel, um Lebensmittelverschwendung zu verringern. Supermärkte, Restaurants und Cafes können sich dort registrieren und am Ende des Arbeitstages nicht verkaufte Lebensmittel als sogenannte „Magic Bags“ anbieten. Man reserviert sich eine dieser Magic Bags via App, bezahlt einen geringen Betrag (meist so zwischen 3 – 4 Euro) und holt die Ware dann innerhalb der angegebenen Uhrzeit ab. Auch große Ketten, wie z.B. Starbucks, machen mit. Ich habe das jetzt schon des Öfteren getestet und wurde nie enttäuscht, was Qualität und Quantität der Lebensmittel anging. Es war meist eher zu viel. (Und zu lecker.)

Ich hoffe, dieser Artikel war für euch zumindest ein kleines bisschen interessant. Und vielleicht habt ihr die ein oder andere Anregung mitgenommen. Und denkt immer daran – niemand ist perfekt. Eine kleine Sache zu ändern ist besser, als nur über 10 große Veränderungen nachzudenken.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal!

3 Gedanken zu „Nachhaltiger leben – ein paar kleine Tipps

  1. Dankeschön für die tollen Tipps! Einiges davon hab ich sogar schon daheim 🙂 Nur beim festen Shampoo tue ich mir bisher noch schwer. Mit der Konsistenz kam ich bisher nie klar. Hattest du das auch und wurde das mit der Zeit dann besser? 🙂

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  2. Das kann ich so gut verstehen, das Problem hatte ich am Anfang auch. Musste auch erst lernen, dass man das Shampoo in den Händen anschäumen soll und dann erst auftragen und nicht mit dem Riegel Shampoo direkt auf die Haare soll… seitdem geht es auch besser 🙂

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  3. Hey meine liebe, erstaunlich was man so alles findet im großen i-net. Hat sehr viel Spaß gemacht zu lesen das du versuchst der Umwelt was gutes zu tun. Das machen meine famiele und ich schon eine ganze Weile. Ein paar Tips die du gibst machen wir auch schon seit ein paar Jahren. Zum Beispiel das Fleischlose Leben. Man glaubt es kaum es klappt. Ich esse sehr viöe weniger Fleisch Fleisch vor ein paar Jahren noch. Das geht erstaunlich gut. Und was die Körperpflege angeht haben wir auch einen guten Ersatz gefunden. Der nennt sich ringana . Die haben alles was man brauch und sind ein Unternehmen was wirklich auf frische und Nachhaltigkeit setzt. Die benutzen, nur mal als Beispiel, Zuckerrohrplastik was ein sehr schnelles zerfallsdatum hat. Usw. Die haben auch einen super condichner (oder wie das Zeug geschrieben wird) Vielleicht kann man sich ja mal austauschen. Ich lasse mal meine Mail Adresse da fals du interesse hast .

    Gruß Marcus

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